London rüstet Flughafen nach Drohnen-Alarm militärisch auf

Nach dem Verkehrschaos am Flughafen Gatwick musste am Dienstag das weltweite Drehkreuz Heathrow wegen einer Drohnen-Sichtung gesperrt werden.

Der Verantwortliche für den Stillstand am Flughafen Heathrow ist noch nicht gefunden.
Der Verantwortliche für den Stillstand am Flughafen Heathrow ist noch nicht gefunden.
Der Verantwortliche für den Stillstand am Flughafen Heathrow ist noch nicht gefunden. – (c) Getty Images (Jack Taylor)

Europas größter Flughafen Heathrow wird mit Hilfe militärischer Ausrüstung vor weiteren Drohnen geschützt, sagte eine Sprecherin des britischen Verteidigungsministeriums am Mittwoch London. Details wollten aber weder sie noch Scotland Yard nennen. Heathrow gehört zu den wichtigsten Drehkreuzen weltweit.

Nur drei Wochen nach dem Verkehrschaos am Londoner Flughafen Gatwick waren am frühen Dienstagabend auch in Heathrow wegen einer Drohnen-Sichtung für etwa eine Stunde alle Abflüge gestoppt worden. Nach Polizeiangaben wurde eine umfassende Suche im Umfeld des Londoner Flughafens eingeleitet, um die Verantwortlichen zu finden.

Drohnen hatten den Airport Gatwick, den zweitgrößten in Großbritannien, kurz vor Weihnachten gleich mehrere Tage lahmgelegt. Mehr als 100 Zeugen - darunter Piloten und Polizisten - hatten die Drohnen dort gesichtet. Etwa 1000 Flüge wurden aus Sicherheitsgründen gestrichen oder umgeleitet. Betroffen waren damals 140.000 Passagiere. Die Verantwortlichen wurden bisher nicht gefasst.

Verpflichtende Registrierung für Drohnen-Besitzer

Aus dem Vorfall in Gatwick hatte die Regierung Konsequenzen gezogen. So sollen zum Beispiel der Polizei mehr Befugnisse übertragen werden, um Drohnen suchen, zu Boden zwingen und beschlagnahmen zu können. Zudem werden die Sperrzonen um Airports, in denen Drohnen-Flüge verboten sind, auf einen Radius von ungefähr fünf Kilometern ausgedehnt. Ab kommenden November sollen Drohnen-Besitzer in Großbritannien gesetzlich verpflichtet sein, sich zu registrieren.

(APA/dpa)

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