"Vom Hinlegen auf eine Granate wird entschieden abgeraten"

Ein Niederländer entdeckte in seinem Garten eine Weltkriegsgranate - und harrte stundenlang darauf aus, bis ihn ein Bombenentschärfungsteam befreite.

Nach dem Fund einer Granate in seinem Garten hat ein Niederländer stundenlang auf dem eingegrabenen Sprengsatz ausgeharrt, bis ihn schließlich Sprengstoffexperten aus dieser misslichen Lage befreit haben. Der Mann hatte die Granate am Mittwochabend bei Gartenarbeiten in Venlo entdeckt, wie die zuständigen Sicherheitsbehörden in der südniederländischen Provinz Limburg am Donnerstag mitteilten.

Er bedeckte die Granate mit Sand und hörte daraufhin ein Pfeifen, weshalb er sich auf die Stelle setzte. Mit dem Handy, das er bei sich trug, setzte der Mann gegen 21.30 Uhr einen Notruf ab. Daraufhin wurde ein Bombenentschärfungsteam des Verteidigungsministeriums los geschickt, das sich allerdings ziemlich weit weg befand. Es sei daher erst gegen 1.00 Uhr eingetroffen, sagte Behördensprecherin Veronique Klaassen.

Die Granate stammte niederländischen Medien zufolge aus dem Zweiten Weltkrieg. Sprengstoff habe sie allerdings nicht enthalten, stellte Klaassen im Nachhinein klar. "Der Mann war daher in Sicherheit."

Mit Schreck und Unterkühlung davon gekommen

"Es wird entschieden davon abgeraten, sich auf eine Granate zu legen", sah sich die Behördensprecherin zu erklären gezwungen. "Das Beste, was man machen kann, wenn man auf einen Sprengsatz stößt, ist, sich zu entfernen und die Polizei zu rufen." Außer dem Schreck trug der Mann in Venlo auch eine Unterkühlung davon. Klaassen sagte am Donnerstag, es gehe ihm besser, er habe sich aber noch nicht vollständig von der Aufregung erholt.

(APA/AFP)

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