Nach Vergewaltigungsvorwurf: Polizei in Las Vegas braucht DNA-Probe von Ronaldo

Dem Fußballstar wird vorgeworfen, 2009 eine Amerikanerin vergewaltigt zu haben. Nun soll seine DNA mit jener, die auf ihrem Kleid gefunden wurde, abgeglichen werden.

FILE PHOTO: Soccer Football - World Cup - Portugal Departure
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Cristiano Ronaldo ist mit Vergewaltigungsvorwürfen konfrontiert. – REUTERS

Infolge der Vergewaltigungsvorwürfe gegen Cristiano Ronaldo hat die Polizei in Las Vegas eine DNA-Probe des Fußballstars aus Italien angefordert. Das berichtete das "Wall Street Journal" am Donnerstag unter Berufung auf einen Strafverfolger. Die Polizei bestätigte der Deutschen Presse-Agentur, dass ein "offizieller Antrag" an Behörden in Italien ergangen sei.

DNA-Beweise würden auf dieselbe Art gesammelt wie in anderen Fällen sexueller Übergriffe. Die Amerikanerin Kathryn Mayorga hatte Ronaldo vorgeworfen, sie 2009 vergewaltigt zu haben. Sie hat in Las Vegas Zivilklage gegen ihn erhoben. Der damals 24-jährige Portugiese habe sie dort in einem Nachtclub kennengelernt, in seine Hotel-Suite eingeladen und sie dann vergewaltigt, heißt es in der Klageschrift. Danach habe er sich entschuldigt und erklärt, er sei "normalerweise ein Gentleman".

Als wichtiges Beweisstück gilt in dem Fall Mayorgas Kleid von besagtem Abend. An diesem sei andere DNA als ihre eigene festgestellt worden, berichtete das "Wall Street Journal". Die Probe aus Italien, wo Ronaldo für den Verein Juventus Turin Fußball spielt, soll mit dieser Probe abgeglichen werden. Erst wenn alle Beweismittel gesammelt sind, dürfte die Polizei den Fall an die Staatsanwaltschaft übergeben, die über eine mögliche Anklage gegen Ronaldo entscheidet.

Laut Ronaldo war Begegnung einvernehmlich

Ronaldo hat die Vorwürfe zurückgewiesen. Was in Las Vegas zwischen den beiden vorfiel, sei dem Sportler zufolge einvernehmlich gewesen, sagte sein Anwalt Peter Christiansen am Donnerstag. "Es würde deshalb nicht verwundern, wenn DNA vorhanden wäre oder die Polizei diesen sehr üblichen Antrag als Teil ihrer Ermittlungen stellen würde." Im Oktober hatte der 33-jährige mehrmalige Weltfußballer der französischen Zeitschrift "France Football" gesagt, dass "die Wahrheit ans Licht kommen" werde.

(APA/dpa)

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