In Mosambik breitet sich die Cholera immer mehr aus

Zyklon „Idai“. Mehr als 1000 Menschen haben sich mit der Erkrankung angesteckt, nun startet eine Impfaktion.

Mosambik nach dem Zyklon.
Mosambik nach dem Zyklon.
Mosambik nach dem Zyklon. – (c) APA/AFP/GUILLEM SARTORIO (GUILLEM SARTORIO)

Beira/Maputo. In Mosambik beginnt am heutigen Mittwoch eine groß angelegte Impfaktion gegen Cholera: Nach dem verheerenden Zyklon „Idai“ kämpft das schwer getroffene südostafrikanische Land gegen eine weitere Ausbreitung der Erkrankung.

900.000 Dosen eines Cholera-Impfstoffs sind laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Dienstag in Mosambik eingetroffen. Die Zahl der Cholera-Fälle ist inzwischen auf mehr als 1000 gestiegen. Wie die WHO mitteilte, hat das mosambikanische Gesundheitsministerium bis 1. April 1052 Fälle gemeldet. Derzeit gehe man davon aus, dass die Zahl noch weiter steigen werde. Die meisten Fälle wurden in der Hafenstadt Beira registriert, dort starb bisher auch eine Person. In der Umgebung der 500.000-Einwohner-Stadt konnten bisher elf Cholera-Zentren errichtet werden.

Die schwere Durchfallerkrankung breitet sich aus, nachdem der Zyklon vor gut zwei Wochen Teile des Landes verwüstet und mit schweren Regenfällen weite Landstriche unter Wasser gesetzt hatte. Cholera wird von dem Bakterium Vibrio cholerae verursacht, die Infektion erfolgt meist über verunreinigtes Trinkwasser. Unbehandelt kann die Erkrankung tödlich enden.

 

518 Todesopfer

17 Tage, nachdem der Zyklon Mosambik zerstört hat, hat die Regierung offizielle Zahlen bekannt gegeben: 518 Menschen starben, fast 110.000 Häuser wurden völlig oder teilweise zerstört, und 33.000 Menschen müssen in Zeltlagern ausharren. (red)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 03.04.2019)

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