Deutsche Regierung erwägt Impfpflicht gegen Masern

Das ostdeutsche Brandenburg preschte mit einem Beschluss zur Impfpflicht vor. Der Bund könnte folgen.

Brandenburg hat jüngst beschlossen, dass Impfungen gegen Masern künftig Voraussetzung für den Besuch von Kindertagesstätten sein sollen.
Brandenburg hat jüngst beschlossen, dass Impfungen gegen Masern künftig Voraussetzung für den Besuch von Kindertagesstätten sein sollen.
Brandenburg hat jüngst beschlossen, dass Impfungen gegen Masern künftig Voraussetzung für den Besuch von Kindertagesstätten sein sollen. – (c) APA/DPA/ARNE DEDERT

Berlin. Im hohen Norden Deutschlands, in Bad Segeberg, herrschte zuletzt helle Aufregung: Wegen der Masern wurden zwei Schulen kurzfristig geschlossen, danach gewährte man nur jenen Schülern und Lehrern Einlass, die sich mit einem Impfpass ausweisen konnten. Mehrere Schützlinge verpassten ihre Abiturprüfungen. Der plakative Fall legt noch einmal offen, dass Deutschland seine Ziele bei der Bekämpfung der Masern verfehlt hat. Eigentlich sollte die Krankheit schon bis 2015 ausgerottet sein.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 16.04.2019)

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