Der Fall Adens beschleunigt die Zweiteilung des Jemen

Nach dem Rückzug der Vereinigten Arabischen Emirate steht Saudiarabien vor den Trümmern seiner Kriegspolitik.

Separatisten des sogenannten Südlichen Übergangsrates am Sonntag in Aden.
Separatisten des sogenannten Südlichen Übergangsrates am Sonntag in Aden.
Separatisten des sogenannten Südlichen Übergangsrates am Sonntag in Aden. – REUTERS

Tunis/Aden. Im letzten Akt des Dramas fiel dann kein Schuss mehr. Freiwillig räumten die saudischen Beschützer das Feld und zogen ihre gepanzerten Fahrzeuge aus dem Präsidentenpalast von Aden ab, im Jemen das letzten Machtsymbol des in Riad lebenden Exilstaatschefs Abed Rabbo Mansour Hadi. Mit dieser letzten Trophäe brachten die Separatisten des sogenannten Südlichen Übergangsrats (STC) praktisch das gesamte Stadtgebiet von Aden unter ihre Kontrolle und vertrieben die Reste der international anerkannten Regierung Hadi.

In etlichen Städten kam es zu Jubelfeiern. „Die Sache ist gelaufen, deren Streitkräfte kontrollieren alle Kasernen“, zitierte Reuters ein ungenanntes Mitglied der offiziellen Führung, die Aden seit Anfang 2016 als Machtbasis und Interimshauptstadt nutzte.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 13.08.2019)

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