Mutmaßlicher Brandstifter auf Gran Canaria in Untersuchungshaft

Ein Mann soll den Waldbrand versehentlich durch Schweißarbeiten ausgelöst haben.

Pure Nachlässigkeit könnte den Brand auf der Ferieninsel verursacht haben.
Pure Nachlässigkeit könnte den Brand auf der Ferieninsel verursacht haben.
Pure Nachlässigkeit könnte den Brand auf der Ferieninsel verursacht haben.

Weil er durch Nachlässigkeit womöglich den großen Waldbrand auf Gran Canaria verursacht hat, ist ein Mann auf der spanischen Urlaubsinsel in Untersuchungshaft genommen worden. Dem Verdächtigen werde ein Vergehen im Zusammenhang mit dem Feuer zur Last gelegt und deswegen habe eine Richterin U-Haft angeordnet, teilte ein Sprecher der kanarischen Justizbehörde am Dienstag mit.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand komme allerdings lediglich fahrlässiges Verhalten als Brandursache in Betracht. Der Verdächtige war am Samstag festgenommen worden. Nach Angaben der örtlichen Behörden hatte er den Waldbrand in der Gemeinde Artenara im Zentrum der Ferieninsel durch Schweißarbeiten ausgelöst. Gegen Zahlung einer Kaution könne er aus der Untersuchungshaft freikommen, teilte der Justizsprecher mit.

Starker Wind könnte Feuer wieder anfachen

Durch den Waldbrand wurden seit Samstag 1.500 Hektar Land zerstört. Rund tausend Anwohner mussten ihre Häuser zwischenzeitlich verlassen, durften aber inzwischen wieder zurückkehren. Touristische Ausflüge in die Gegend waren nach Angaben der kanarischen Regierung aber weiterhin verboten.

Am Dienstag breitete sich das Feuer nicht weiter aus, die Feuerwehr hatte es aber weiterhin nicht unter Kontrolle. Im Fall starker Winde könne es sich daher wieder ausbreiten, warnten die Einsatzkräfte. Da aber günstiges Wetter vorhergesagt sei, werde der Waldbrand möglicherweise am Mittwochvormittag unter Kontrolle gebracht, erklärte Regionalpräsident Angel Victor Torres.

Seine Regierung betonte in einer Erklärung, dass der Waldbrand den Tourismus auf Gran Canaria nicht beeinträchtige, da er fern der großen Touristengebiete wüte. Es seien weder ein Hotelkomplex noch der Flugverkehr betroffen, hieß es in der Mitteilung.

(apa/red.)

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