Castor-Transport im Zwischenlager Lubmin eingetroffen

Die Ankunft wurde durch protestierende Atomkraftgegner auf den letzten 22 Kilometern verzögert. 200 Demonstranten hatten die Bahngleise besetzt. Die Polizei musste sie erst entfernen.

GERMANY NUCLEAR TRANSPORT PROTEST
GERMANY NUCLEAR TRANSPORT PROTEST
(c) EPA (Robert Schlesinger)

Der Castor-Transport aus Frankreich ist mit mehrstündiger Verspätung im deutschen Zwischenlager Lubmin eingetroffen. Wie ein Polizeisprecher in Anklam sagte, erreichte der Zug mit den vier Castoren am Donnerstag gegen 22.00 Uhr das Zwischenlager im Nordosten Mecklenburg-Vorpommerns. Atomkraftgegner hatten zuvor den Transport durch mehrere Blockaden erheblich gestört.

Der Transport mit den vier Castoren mit hoch radioaktivem Atommüll war am Dienstagabend in der südfranzösischen Kernforschungsanlage Cadarache losgefahren und hatte in der Nacht auf Donnerstag weitgehend unbehindert Hessen, Thüringen und Sachsen-Anhalt passiert. Auf dem letzten, 22 Kilometer langen Streckenabschnitt zwischen Greifswald und Lubmin kam der Zug dann nur noch stockend voran, nachdem unter anderem bei Brünzow wenige Kilometer vor dem Zwischenlager rund 200 Demonstranten die Bahngleise besetzt hatten.

Einige hundert Meter weiter hatten sich danach in einem Wald bei Diedrichshagen zwei Aktivisten der Umweltorganisation Robin Wood angekettet. Stundenlang arbeitete die Polizei daran, den Mann und die Frau von einem Betonblock auf den Gleisen zu trennen, was ihr kurz nach 20 Uhr gelang.

(Ag.)

Kommentar zu Artikel:

Castor-Transport im Zwischenlager Lubmin eingetroffen

Sie sind zur Zeit nicht angemeldet.
Um auf DiePresse.com kommentieren zu können, müssen Sie sich anmelden ›.

Meistgelesen