Zwei Erdbeben erschüttern Japan und Philippinen

In der Nacht auf Dienstag haben zwei Beben den Westpazifik getroffen. Auf den Philippinen wurden zehn Personen verletzt. Eine Tsunami-Warnung wurde nicht ausgegeben.

Zwei Erdbeben erschuettern Japan
Zwei Erdbeben erschuettern Japan
Symbolbild – (c) EPA (ROLEX DELA PENA)

Zwei Erdbeben haben in der Nacht auf Dienstag den Westpazifik erschüttert. Der Süden Japans wurde von einem Beben der Stärke 6,9 getroffen, der Süden der Philippinen von einem Erdstoß mit einer Stärke von 5,2 auf der Richterskala.

Nach Angaben der Tokioter Erdbebenwarte ereignete sich der Erdstoß um 11.59 Uhr (3.59 Uhr MEZ) rund 220 Kilometer unter dem Meeresboden vor der Insel Okinawa. Ein Tsunami werde nicht erwartet. Berichte über Schäden oder Verletzte gab es zunächst nicht.

Wenige Stunden davor ist der Süden der Philippinen von einem mittleren Erdbeben erschüttert worden. Dabei wurden nach ersten Angaben der Zivilschutzbehörden vom Dienstag zehn Menschen verletzt. Mehrere Gebäude wurden durch das Beben beschädigt. Das Epizentrum lag in der Nähe der Ortschaft Malaybalay in der Provinz Bukidnon.

Die Richter-Skala

Mit der internationalen Richterskala wird die Erdbebenstärke einheitlich bestimmt. Benannt wurde sie nach dem amerikanischen Seismologen Charles Francis Richter, der die Skala 1935 ausarbeitete. Es gelten folgende Kriterien:

Stärke 1-2: nur durch Instrumente nachweisbar.
Stärke 3: nur selten nahe dem Bebenherd zu spüren.
Stärke 4-5: 30 Kilometer spürbar, leichte Schäden.
Stärke 6: Todesopfer und schwere Schäden in dicht besiedelten Regionen.
Stärke 7: starkes Beben, das zu Katastrophen führen kann.
Stärke 8: Groß-Beben

Weltweit ereignen sich jährlich etwa 50.000 Beben der Stärke drei bis vier, 800 der Stärke fünf oder sechs und durchschnittlich ein Groß-Beben. Das stärkste auf der Erde gemessene Beben hatte eine Magnitude von 9,5 und ereignete sich 1960 in Chile.

(Ag.)

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