Is(s)t Laborfleisch die Zukunft?

Kommentar Wieso wir eine Alternative brauchen, und ob In-vitro-Fleisch eine sein kann.

Dass unsere massenhafte Nachfrage nach Fleisch nur noch durch Massentierhaltung zu befriedigen und einer der größten Faktoren für den Treibhauseffekt ist, wissen die meisten.

Dennoch möchte kaum jemand auf seinen Sonntagsbraten verzichten müssen. Gefragt sind also neue Möglichkeiten, wobei sich das sogenannte In-vitro-Fleisch, auch als Laborfleisch bekannt, als großer Hoffnungsträger darstellt. Ob es eine echte Alternative sein kann, ist jedoch fraglich.

Bis 2020 hoffen die führenden Entwickler des Laborfleischs, ein Kilo um 90 Dollar anbieten zu können, was immer noch weit über einem wettbewerbsfähigen Preis liegt. Geschmack und Konsistenz werden aber ständig weiterentwickelt. Und durch steigende Absätze wird dieses Fleisch wahrscheinlich auch billiger werden.

Die eigentliche Herausforderung ist es, den Konsumenten klarzumachen, dass es nicht unappetitlich ist, natürliche, im Labor gewachsene Fleischfasern zu essen. Auf jeden Fall nicht mehr, als tote Lebewesen zu verzehren. Es liegt also an uns, etwas Neues zu wagen und der Zukunft eine Chance zu geben.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 19.12.2018)

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