Häuslicher Unterricht in Österreich äußerst selten

Nur rund 2000 schulpflichtige Kinder werden zu Hause unterrichtet. Die meisten sind im Vor- oder Volksschulalter. Aber auch Privatschulen ohne Öffentlichkeitsrecht fallen unter "häuslichen Unterricht".

Haeuslicher Unterricht oesterreich aeusserst
Haeuslicher Unterricht oesterreich aeusserst
(c) EPA (WADE PAYNE)

Häuslicher Unterricht ist in Österreich äußerst selten: Im laufenden Schuljahr 2011/12 wurden laut der Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage durch Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) nur 2112 Pflichtschüler von öffentlichen Schulen abgemeldet und stattdessen daheim unterrichtet. 2010/11 waren es 2216. Verglichen mit der Gesamtzahl an Schülern bis zum Ende der Schulpflicht haben 2009/10 (jüngste verfügbare Zahlen) weniger als 0,2 Prozent häuslichen Unterricht erhalten.

Die in absoluten Zahlen meisten Schüler im häuslichen Unterricht gibt es im laufenden Schuljahr in Niederösterreich (618), gefolgt von der Steiermark (448), Wien (366), Kärnten (216) und Tirol (169). In Oberösterreich sind es 92, in Salzburg 83, in Vorarlberg 75 und 45 im Burgenland.

Von den insgesamt 2112 Kindern, die zu Hause unterrichtet werden, sind 942 in der Vorschulstufe. 841 sind im Volksschulalter (1.-4. Schulstufe) und 329 in der fünften bis neunten Schulstufe. Dabei fallen in Kategorie "häuslicher Unterricht" nicht nur Kinder, die etwa wegen langandauernder Krankheiten daheim unterrichtet werden, sondern auch Kinder, die eine sogenannte Privatschule ohne Öffentlichkeitsrecht besuchen.

1,1 Prozent schaffen Externistenprüfung nicht

Gemeinsamkeit der beiden Gruppen: Die Schüler müssen am Ende jedes Schuljahres eine Externistenprüfung ablegen, bei der die Schulbehörden überprüfen, ob die für das jeweilige Schuljahr vorgesehenen Bildungsziele erreicht wurden. Der Anteil derer, die diese Prüfung nicht bestehen, liegt mit je 1,1 Prozent in den Schuljahren 2009/2010 und 2010/11 laut Unterrichtsministerium im Schnitt der öffentlichen Pflichtschulen

(APA)

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