Geburtstage mit Lerneffekt: Physik statt Picknick

Bei Geburtstagspartys sollen Kinder nicht mehr einfach nur Spaß haben, sondern auch „etwas mitnehmen“. Weshalb vor der Torte neuerdings immer öfter Wissenschaft und naturwissenschaftliche Experimente auf dem Programm stehen.

Science Pool Mitarbeiter Martin Pieler tritt bei Partys mit Experimenten auf.
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Science Pool Mitarbeiter Martin Pieler tritt bei Partys mit Experimenten auf.
Science Pool Mitarbeiter Martin Pieler tritt bei Partys mit Experimenten auf. – (c) Die Presse (Clemens Fabry)

Es gibt eine Redewendung, die ausschließlich kinderlose Erwachsene verwenden. Die Worte „Das ist doch ein Kindergeburtstag!“ als Synonym für eine simple, nette Aufgabe würden Eltern nie in den Mund nehmen. Denn unkompliziert – falls sie es jemals waren – sind Kindergeburtstage und vor allem die dazugehörigen Feiern schon lang nicht mehr. Dabei ist die Frage der Einladungspolitik nur der Anfang. Vor allem in der Stadt werden Kinder immer weniger zu Feiern eingeladen, die zu Hause stattfinden. Topfklopfen oder Luftballontanz steht nicht mehr auf dem Programm, die Geburtstagsindustrie beschränkt sich nicht mehr auf das Ausblasen der Kerzen. Die Möglichkeiten sind beinahe grenzenlos. Die Indoor-Spielplätze haben rein zahlenmäßig noch die Hoheit, dort laufen am Wochenende Heerscharen von überzuckerten Kindern in verschwitzten T-Shirts ferngesteuert die Rutschen verkehrt hinauf.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 11.06.2017)

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