Polyglotte Kinder: Sergio und Sofia wachsen viersprachig auf

Familien mit mehreren Sprachen sind nichts Exotisches mehr. Wie gut Kinder die Sprachen lernen, hängt aber von vielen Faktoren ab: dem Kind, der Zeit und dem Einsatz der Eltern.

Vier Sprachen gibt es in der Familie von Natalie und Samer.
Vier Sprachen gibt es in der Familie von Natalie und Samer.
Vier Sprachen gibt es in der Familie von Natalie und Samer. – (c) Clemens Fabry

Für Nina Mager und ihren Partner Laurent Latappy war immer klar, dass jeder mit den Kindern seine Muttersprache spricht: Sie ist Oberösterreicherin, er kommt aus Paris. „Alles andere wäre für uns unnatürlich“, sagt die 35-Jährige. Wenn alle zusammen sind, ist Französisch die Familiensprache, dann kommt es auch vor, dass Mager einmal Französisch mit den Kindern spricht. Im Kindergarten haben die Söhne Manoa (5 J.) und Tilian (3 J.) dafür bisher nur Deutsch gesprochen. Etwas, das sich jetzt ändern wird: Denn vor wenigen Wochen ist die Familie von Berlin nach Barcelona gezogen. Und dort kommen Spanisch und Katalanisch dazu.

„Wir haben uns vorher schon viele Gedanken gemacht, ob wir den Buben das wirklich zumuten können“, sagt Mager. Die zwei Sprachen haben bisher gut funktioniert. Manoa spricht zwar besser Deutsch als Französisch, er antwortet dem Vater aber doch so gut wie immer auf Französisch – außer, er ist müde, dann muss die Mama her. „Bei zwei weiteren Sprachen überlegt man aber, ob das nicht zu viel ist“, sagt Mager. Nach zahlreichen Recherchen, bei denen sie auch auf positive Erfahrungen anderer Eltern gestoßen sind, haben sie sich doch dafür entschieden, den Umzug zu wagen.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 15.04.2018)

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