24 Volksschulen haben Ausländeranteil über 90 Prozent

In Wien und Wels haben rund die Hälfte der Volksschüler eine andere Muttersprache als Deutsch. In 24 österreichischen Volksschulen beträgt dieser Anteil mehr als 90 Prozent.

Schüler mit nichtdeutscher Muttersprache sind äußerst ungleich auf die heimischen Volksschulen verteilt. Je nach politischem Bezirk haben zwischen einem und 81 Prozent der Volksschüler eine andere Muttersprache als Deutsch. Dies zeigt eine Aufstellung der Statistik Austria in einer Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage, die der FP-Abgeordneten Martin Graf an SP-Unterrichtsministerin Claudia Schmied gestellt hatte.

Während es in Bezirken wie Zwettl, Waidhofen/Thaya (beide NÖ) oder Murau (Steiermark) gerade einmal ein bis zwei Prozent sind, kommt der Wiener Bezirk Margareten auf 81 Prozent. Über 75 Prozent liegen auch Rudolfsheim-Fünfhaus und Ottakring.

In Wien selbst zeigen sich extreme Unterschiede: Besonders hoch sind die Werte in den Bezirken Margareten, Rudolfsheim-Fünfhaus, Ottakring und Brigittenau (74 Prozent). Auch Meidling (62), Leopoldstadt (61), Favoriten (58), Landstraße (54), Hernals (53) und Simmering (52) liegen über der 50-Prozent-Marke. In Hietzing sind dagegen nur 21 Prozent der Volksschüler nichtdeutscher Muttersprache.

Wider Erwarten liegt Wien bei den größeren Städten aber nicht unangefochten an der Spitze: Über ganz Wien gerechnet haben 48 Prozent der Volksschüler eine andere Muttersprache als Deutsch - auf den gleichen Wert kommt auch Wels (OÖ). In Linz sind es 38 Prozent, in der Stadt Salzburg 36 Prozent, in St. Pölten 30, in Dornbirn 29, in Graz 20 und in Innsbruck 27 Prozent.

In Wien gibt es auch 21 Volksschulen mit einem über 90-prozentigen Anteil von Kindern mit nichtdeutscher Muttersprache. In Ottakring, Hernals und der Brigittenau ist dies in jeder dritten Volksschule der Fall. Auch in der Steiermark (zwei) und in Obersöterreich (eine) gibt es Volksschulen mit einem Anteil von über 90 Prozent.

(APA)

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