Heinisch-Hosek glaubt an Bewegung bei Gesamtschule

"Wer weiß, ob sich im parlamentarischen Prozess nicht das ein oder andere noch ergeben könnte, dass aus 15 Prozent auch eine andere Zahl wird", sagt die Bildungsministerin.

(c) APA

Was genau die Gesamtschule ist, wenn nicht alle Kinder einer Region dort hin gehen, bleibt weiter offen. Dafür gibt sich Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) optimistisch bezüglich der 15-Prozent-Obergrenze für die Modellregionen. Sie schließt nicht aus, dass es bei dabei noch Bewegung nach oben geben könnte. Eine konkrete Zahl nannte sie am Samstag in der Ö1-Radioreihe "Im Journal zu Gast" nicht, verwies aber auf die Verhandlungen im Parlament. Aus ihrer Sicht könnten die Modellversuche auch kürzer laufen.

"Wer weiß, ob sich im parlamentarischen Prozess nicht das ein oder andere noch ergeben könnte, dass aus 15 Prozent auch eine andere Zahl wird", erinnerte die Ministerin an die Notwendigkeit, zum Erreichen einer Zweidrittelmehrheit eine weitere Partei neben SPÖ und ÖVP, und hier wohl nur die Grünen, einzubinden. Wie weit genau die Zahl noch nach oben gehen könnte, wollte sie nicht sagen. "Ich lege mich nicht fest. Wenn es mehr als 15 ist, dann ist es gut."

Gefragt, ob es auch entsprechende Signale aus der ÖVP gebe, verwies Heinisch-Hosek auf die "nicht 100-prozentige Zufriedenheit" in den ÖVP-regierten Bundesländern Vorarlberg und Tirol. "Schauen wir mal, ob sich in der ÖVP noch etwas bewegt", meinte sie.

Zuversicht äußerte sie auch bezüglich der Teilnahme der Bundesländer am Modellversuch. "Ich glaube, dass der positive Effekt derer, die vorangehen, die anderen mitziehen wird." Dies könnte die in der Bildungsreformgruppe auf zehn Jahre fixierte Erprobungsdauer auch verkürzen. "Vielleicht dauert es gar nicht einmal zehn Jahre, bis wir fertig evaluiert haben. Vielleicht sagen alle, das hat sich super bewährt und wir wollen schneller sein", sagte Heinisch-Hosek.

 

(APA/Red.)

Kommentar zu Artikel:

Heinisch-Hosek glaubt an Bewegung bei Gesamtschule

Sie sind zur Zeit nicht angemeldet.
Um auf DiePresse.com kommentieren zu können, müssen Sie sich anmelden ›.

Meistgelesen