Schulpaket: Lehrerwiderstand bleibt aufrecht

Eine Vergrößerung der Klassen über 25 Schüler hinaus ist für die Lehrergewerkschafter "inakzeptabel". Eine künftige Regierung solle zwei Milliarden Euro mehr für Bildung bereitstellen.

Paul Kimberger
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Paul Kimberger – APA/HERBERT PFARRHOFER

Wien. Von den Lehrergewerkschaftern angeführt von Paul Kimberger gibt es für die von SPÖ, ÖVP und Grünen erzielte Einigung über Änderungen und einen Ausbau der Schulautonomie keinen Sanktus. Das steht nach einer Sitzung der Gewerkschaftsvertreter am Donnerstag fest. In einer Resolution wird der Unmut darüber zum Ausdruck gebracht, dass die geplante Neuregelung ohne Einigung mit den Lehrervertretern zustande kommt. Klassen mit mehr als 25 Schülern werden nach wie vor entschieden abgelehnt.

Mit ihrer Resolution appellieren die führenden Lehrergewerkschaft an die Parlamentsklubs und die Abgeordneten. Sie sollten bei ihren Beratungen zum Autonomiepaket die Interessen im Sinne der Pädagogik und vor allem im Interesse der Schüler im Auge haben. Das habe zur Konsequenz, dass es niedrigere Klassenschülerhöchstzahlen als 25 geben müsse.

Zugleich wird in dem Papier erneut klargestellt, dass dem Erstentwurf zum Schulpaket die "Giftzähne" gezogen worden seien. Allerdings reicht dies den Gewerkschaftern nicht aus. Sie beklagen, dass die geplanten Modellregionen, aber auch die Misch-Cluster in bestimmten Regionen aus höheren Schulen und Pflichtschulen nicht akkordiert worden seien.

In einer zweiten Resolution wenden sich die Lehrergewerkschaft mit Kimberger als oberstem Vertreter schon an die künftige Bundesregierung nach der Nationalratswahl am 15. Oktober. Die Kernforderung an diese lautet: Für Schulen müsse das Budget von bisher rund acht Milliarden Euro um satte zwei Milliarden Euro pro Jahr erhöht werden. Denn dies entspreche dem internationalen Anteil der Ausgaben an der Wirtschaftsleistung.

 

 

(ett)

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