Hammerschmid will Flüchtlingsklassen vermeiden

Die Bildungsministerin will Flüchtlingskinder besser in Regelschulklassen integrieren. Man könne die Evolutionstheorie nicht negieren, sagt sie zu Aussagen der Islamischen Glaubensgemeinschaft.

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APA/HARALD SCHNEIDER

Bildungsministerin Sonja Hammerschmid (SPÖ) will Flüchtlingsklassen vermeiden. Es sei immer Ansatz der SPÖ gewesen, Flüchtlingskinder in Regelschulklassen zu integrieren: "Sie können Sprache gut lernen und in der Gesellschaft, in der Klasse ankommen", erklärte die Ressortchefin am Samstag im Ö1-"Journal zu Gast". Laut Hammerschmid gibt es derzeit noch "einige wenige" Flüchtlingsklassen.

Ziel müsse es sein, Flüchtlingskinder in Regelschulklassen zu integrieren. Wie viele Flüchtlingsklassen es im neuen Schuljahr geben wird, lasse sich heute nicht sagen, es sollen aber nur "einige wenige, nicht mehr viele" sein, erklärte Hammerschmid.

Sie betonte außerdem, dass das Kontingent der Sprachpädagogen auf 850 Planstellen verdoppelt wurde und es zusätzliche Sozialarbeiter, Psychologen und mobile Teams zur Bewältigung der Integration gebe. Um den Spracherwerb zu unterstützen, sollen 5000 Lehrer zusätzlich eingesetzt werden, vor allem an den Volksschulen. "Nachdenken" will Hammerschmid mit den Pädagogen über verpflichtende Fortbildung in den Sommerferien.

Hammerschmid lässt Beteiligung an Regierung offen

Thematisiert wurde im Interview auch die Entscheidung der türkischen Regierung, Darwins Evolutionstheorie aus den Schulen zu verbannen. "Man kann die Evolutionstheorie nicht negieren", betonte dazu Hammerschmid. Zwar könne sie der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich nicht vorschreiben, wie sie denkt und handelt, die Evolutionstheorie sei aber "wissenschaftlich belegt und abgesichert".

Auf den Wahlkampf freut sich die niederösterreichische SPÖ-Listenerste bereits, biete dieser doch die Möglichkeit, mit den Menschen intensiv in Kontakt zu kommen. Offen ließ sie, ob sie einer etwaigen rot-blauen Bundesregierung angehören würde. Dies sei nicht ihr Thema, jetzt gehe es darum, den Wählern zu vermitteln, wofür die Sozialdemokratie stehe.

>>> "Journal zu Gast"

(APA)

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