Online-Kurs soll Lehrer bei digitalem Unterricht unterstützen

Staatssekretärin Duzdar und Bildungsministerin Hammerschmid präsentierten Angebot für Pädagogen.

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(c) Die Presse (Clemens Fabry)

Mit einem "Massive Open Online Course" (MOOC) wird ab 8. Oktober Lehrern, Studenten und Eltern "gesichertes Wissen" über digitale Medien und Internet zur Verfügung gestellt. Das Angebot soll vor allem die Behandlung der um sich greifenden Digitalisierung im Unterricht erleichtern, so Bildungsministerin Sonja Hammerschmid und Staatssekretärin Muna Duzdar (beide SPÖ) bei der Präsentation.

Das Erlernen eines aufmerksamen Umgangs mit den Chancen und Risiken, die das Internet und soziale Netzwerke mit sich bringen, sei eine der großen Aufgaben, die auch auf die heimischen Schulen zukommen. "Dazu braucht es Pädagogen, die dieses Wissen vermitteln können", sagte Duzdar anlässlich der Vorstellung des MOOCs mit dem Titel "Das Internet in meinem Unterricht? Aber sicher!" (simooc) in Wien. Bei dem Thema schwinge bei vielen Pädagogen noch immer eine gewisse Angst mit, dass sich die Kinder und Jugendlichen im Umgang mit digitalen Medien einfach weit besser auskennen, so Hammerschmid. Diese Ressentiments möchte man mit dem in die Digitalisierungsstrategie "Schule 4.0" eingebetteten Angebot ein Stück weit abbauen.

Von Lebenswelt bis Cybermobbing

Bei simooc handelt es sich um einen acht Module umfassenden Kurs, der sich sehr individuell gestalten lasse, erklärte die pädagogische Leiterin der Plattform "Safer Internet", Barbara Buchegger. Inhaltlich geht es um die digitalen Lebenswelten der Kinder und Jugendlichen, das Verhalten rund um Computer und Internet, Online-Kommunikation und -Quellen sowie Fragen zum Urheberrecht, zu digitalen Geräten in der Schule, Datenschutz und den Umgang mit Verunglimpfung im Netz, Cybermobbing und Hasspostings.

Gearbeitet werde viel mit Videos und eigenen virtuellen Räumen für Diskussionen der Teilnehmer, erklärte Buchegger. Abgeschlossen wird das 52.000 Euro teure Kooperationsprojekt zwischen Österreich, Deutschland und Luxemburg mit einem Test, der zu 75 Prozent richtig beantwortet werden muss. Der über die "Virtuelle Pädagogische Hochschule (PH)" angebotene Kurs verursache in etwa einen wöchentlichen Zeitaufwand von rund eineinhalb Stunden und wird als Fortbildung angerechnet.

Bis dato zähle man rund 400 Anmeldungen, einsteigen können Interessenten allerdings auch problemlos nach dem Start. Hammerschmid hofft jedenfalls darauf, dass das Angebot schnell in die Breite kommt und besonders affine Lehrer andere mitziehen, die in den Themen noch wenig bewandert sind.

(APA)

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