ÖVP Vorarlberg: "Gemeinsame Schule für uns nicht gestorben"

Auch der grüne Regierungspartner will keinen Millimeter von den Plänen abrücken. Die FPÖ sieht das anders: Man führe die Bevölkerung in die Irre.

(c) Die Presse (Clemens Fabry)

Für die Vorarlberger Volkspartei steht die gemeinsame Schule der Zehn- bis 14-Jährigen trotz der Ablehnung durch die schwarz-blaue Bundesregierung noch nicht vor dem Aus. "Die gemeinsame Schule ist für uns nicht gestorben", betonte Neo-Bildungslandesrätin Barbara Schöbi-Fink (ÖVP) am Mittwoch in der Aktuellen Stunde der Landtagssitzung. Man werde die Mittel nicht für andere Projekte verwenden.

Parteikollege Julian Fässler, der künftige Bildungsausschussvorsitzende des Landtags, plädierte wie Schöbi-Fink dafür, die eingesetzten Arbeitsgruppen weiterzuführen und anhand deren Ergebnissen die Schulen "deutlich zu verbessern". Der Abgeordnete räumte ein, dass das Thema für Vorarlberg "in den kommenden fünf Jahren nicht einfacher" werde, man müsse die Ablehnung der Bundesregierung akzeptieren. "Schauen wir aber, was in den nächsten acht bis zehn Jahren ist", ließ Fässler den Ausgang der Diskussionen offen. Ebenfalls "keinen Millimeter" von den Forderungen abgehen will der grüne Regierungspartner. Das machte Grünen-Abgeordneter Daniel Zadra in seiner Rede deutlich.

Fässler wie Schöbi-Fink reagierten in ihren Reden auf Forderungen der NEOS und der FPÖ, die Frage der gemeinsamen Schule zu überdenken. FPÖ-Bildungssprecher Christoph Waibel meinte etwa: "Wir werden uns über kurz oder lang die Diskussion um die gemeinsame Schule abschminken müssen, weil das die Bevölkerung in die Irre führt." NEOS-Abgeordnete Susanne Scheffknecht sah gar den richtigen Zeitpunkt gekommen, "sich von einem toten Projekt zu verabschieden". Sie forderte, sich mit den frei werdenden Ressourcen auf den Weg zu machen, die Schulen und den Unterricht zu verbessern.

(APA)

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