Wien: SPÖ-Parteimanagerin für Kopftuchverbot an Schulen

Auf ihre Initiative hin wird in SPÖ-Frauenorganisationen über ein Kopftuchverbot diskutiert, sagt Barbara Novak. Die FPÖ drängt auf eine gemeinsame SPÖ-Linie.

(c) Clemens Fabry

Die neue Wiener SPÖ-Landesparteisekretärin Barbara Novak plädiert für ein Kopftuchverbot an Schulen. Dies sei auch geltende Beschlusslage in ihrem Bezirk, hat sie in Interviews mit Tageszeitungen betont. Die Neo-Parteimanagerin ist Chefin der Döblinger Roten. Auf ihren Antrag hin, so berichtete sie, werde auch in der Wiener SPÖ-Frauenorganisation darüber diskutiert.

Novak zeigt sich laut eigenen Angaben überzeugt, dass bei jungen Mädchen nur Zwang im Spiel sein könne, wenn sie ein Kopftuch tragen. Sie solidarisiere sich jedenfalls mit Musliminnen, die sich vom Kopftuch befreien würden - wie derzeit im Iran, meinte die SPÖ-Politikerin.

Bildungsstadtrat stets dagegen

Der Wiener Integrations- und Bildungsstadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ) hat sich bis dato stets ablehnend gezeigt, was ein generelles Verbot betrifft. Wenn Zwang im Spiel sei, müsse aber das Jugendamt einschreiten, wurde im Rathaus zuletzt betont.

Der geschäftsführende Landesobmann der FPÖ Wien und geschäftsführende blaue Parlamentsklubobmann, Johann Gudenus, forderte die SPÖ am Mittwoch mittels Aussendung auf, eine gemeinsame Linie zu finden - und sprach sich einmal mehr für ein Kopftuchverbot in Bildungseinrichtungen aus.

(APA)

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