Deutschklassen: Wien richtet 100 Fragen an Faßmann

SPÖ-Bildungsstadtrat Czernohorszky ruft Bildungsminister Faßmann dringend dazu auf, alles noch einmal zu überdenken. Die Deutschklassen sollen heute beschlossen werden.

(c) Clemens Fabry

Für die Stadt Wien sind bei den geplanten Deutschklassen, die heute, Donnerstag, im Nationalrat beschlossen werden, noch viele Fragen ungeklärt. „Es wäre besser, ein Gesetz mit einer solchen Tragweite und so vielen unlösbaren Probleme für die Schulleiter gar nicht erst zu beschließen“, sagt Bildungsstadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ). „Ich rufe den zuständigen Minister Heinz Faßmann dringend dazu auf, alles noch einmal zu überdenken!“

Wien habe 100 offene Fragen an Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) übermittelt. "Dazu zählt beispielsweise die Frage, wie viele Kinder pro Deutschklasse vorgesehen sind und wie viele Lehrerstunden pro Deutschklasse bereit gestellt werden. Offen sei auch, wie in Deutschförderklassen eine individualisierte Förderung gesichert sein solle. Auch offen: Wer als Klassenvorstand für die Deutschklassen zuständig ist.

Schulanfänger und ältere Quereinsteiger, die nicht ausreichend Deutsch sprechen, um dem Unterricht zu folgen, müssen künftig in sogenannte Deutschklassen. Ab acht betroffenen Schülern muss eine Schule eine solche Klasse einrichten. Dort haben diese Schüler dann zukünftig 15 (Volksschule) bis 20 (NMS/AHS) Stunden pro Woche Deutsch. In der restlichen Zeit werden die Schüler für Fächer wie Turnen, Musik oder Zeichnen altersgemäßen Klassen zugeteilt.

(red.)

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