Eltern fordern nach Mathe-Debakel "Neuaufsetzen" der Zentralmatura

Die Elternvertreter kritisieren nach den zu erwartenden schlechten Ergebnissen bei der Mathematik-Matura den "harten" Notenschlüssel und die "sprachlastigen" Texträtsel.

In Mathematik gibt es heuer deutlich schlechtere Ergebnisse.
In Mathematik gibt es heuer deutlich schlechtere Ergebnisse.
In Mathematik gibt es heuer deutlich schlechtere Ergebnisse. – Clemens Fabry

Der Bundeselternverband (BEV) fordert angesichts der zu erwartenden schlechten Mathematik-Ergebnisse ein "Neuaufsetzen" der Zentralmatura. In Mathe seien etwa der "harte" Notenschlüssel und die "sprachlastigen Texträtsel" zu hinterfragen, hieß es in einer Aussendung am Sonntag.

In der Mathematik sind bei manchen Beispielen nur die exakt richtigen Antworten und keine Teilantworten als richtig zu werten, monieren die Elternvertreter. "Wie kann es sein, dass Schüler, und das sind keine Einzelfälle, in der gesamten Oberstufe ausschließlich 'Sehr gut' und 'Gut' haben und dann bei der Matura extrem schlecht abschneiden?", fragt sich BEV-Präsident Gernot Schreyer. "Offensichtlich haben sich Maturaaufgaben und Unterricht sehr weit voneinander entfernt." Man gewinne immer mehr den Eindruck, dass das "System" und seine Durchführung wesentlich wichtiger seien, als Schüler zu einem positiven Abschluss zu führen.

Sowohl an den allgemeinbildenden höheren Schulen (AHS) als auch an den berufsbildenden höheren Schulen (BHS) sind jeweils rund 18 Prozent der angetretenen Schüler bei der Mathe-Matura durchgefallen. Das berichtete das Bildungsministerium nach einem ersten Zwischenbericht am Freitag. Bildungsminister Heinz Faßmann kündigte daher eine Evaluierung der neuen Reifeprüfung an. 

(APA)

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