Ramadan: ÖVP fordert Fastenverbot für Schüler

Generalsekretär Nehammer will, dass Schüler, die geschwächt sind, nicht fasten dürfen. "Wenn die Religion über dem Kindeswohl steht, ist Schluss."

Symbolbild Essen
Symbolbild Essen
Symbolbild Essen – (c) Clemens Fabry

ÖVP-Generalsekretär Karl Nehammer fordert ein Fastenverbot für schulpflichtige Kinder. Anlass dafür sind Berichte von Lehrern, die immer wieder von geschwächten Kindern während des demnächst endenden islamischen Fastenmonats Ramadan berichten.

"Wenn religiöse Rituale - egal welcher Religion - die Gesundheit von Kindern gefährden, geht das eindeutig zu weit", meinte Nehammer am Donnerstag in einer Stellungnahme. Selbstverständlich sei die Religionsfreiheit ein hohes Gut und er habe vollstes Verständnis für religiöse Rituale, aber: "Wenn die Religion über dem Kindeswohl steht, ist Schluss."

"Unzählige" Lehrerberichte

Nehammer verwies auf "unzählige" Lehrerberichte sowie auf Experten, die bei gesundheitlichen Schäden auf ein Fastenverbot hinweisen. "Es darf nicht sein, dass gesundheitliche Risiken für die Kinder entstehen und Pädagogen Schüler nicht mehr unterrichten können", sagt Nehammer. "

Ich fordere ein Fastenverbot für schulpflichtige Kinder, die eindeutig geschwächt sind und nicht mehr dem Unterricht folgen können. Wenn sich die Erziehungsberechtigten darüber nicht im Klaren sind, muss es im Einflussbereich von Schulen strengere Regeln geben. Wir dulden bei Kindern keine Verantwortungslosigkeit."

(APA)

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