Rund 20.000 Flüchtlingskinder an den Schulen

Im vergangenen Schuljahr haben sich knapp doppelt so viele Flüchtlingskinder an Österreichs Schulen befunden wie noch 2015/16. Die Zahl ist allerdings nicht in allen Bundesländern kontinuierlich angestiegen.

Symbolfoto: Flüchtlingskinder in Schule
Symbolfoto: Flüchtlingskinder in Schule
Rund 20.000 Flüchtlingskinder an den Schulen – Clemens Fabry

Rund 20.000 Flüchtlingskinder bzw. Jugendliche haben im Schuljahr 2017/18 in Österreich eine Schule besucht. Das zeigt die Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage der NEOS durch Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP). Im Schuljahr 2015/16 waren es noch knapp 11.000, 2016/17 rund 18.000.

Trotz der wachsenden Zahl blieb dabei die Verteilung auf die einzelnen Schultypen in etwa gleich: Jeweils rund die Hälfte dieser Kinder besuchte demnach eine Volksschule und rund 15 Prozent eine AHS oder berufsbildende höhere Schule (BHS). Der Rest entfällt auf Neue Mittelschulen, Polytechnische Schulen und Sonderschulen.

35 Prozent der Flüchtlingskinder in Wien

Bemerkenswert ist auch die Entwicklung der Verteilung auf die einzelnen Bundesländer: Im Schuljahr 2015/16 waren etwa im Pflichtschulbereich nur rund 23 Prozent der Flüchtlingskinder an Schulen in Wien, dieser Anteil stieg bis 2017/18 auf knapp 35 Prozent. 2015/16 war auch noch Niederösterreich das Bundesland mit den meisten Flüchtlingskinder an seinen Schulen, 2017/18 betrug dessen Anteil dagegen nur mehr rund 60 Prozent des Wiener Werts.

Überhaupt unterscheidet sich die Entwicklung der Zahl der Flüchtlingskinder an den Schulen von Bundesland zu Bundesland: Lediglich in Niederösterreich (von rund 2600 im Schuljahr 2015/16 über 3800 im Schuljahr 2016/17 auf 4200 im Schuljahr 2017/18), Salzburg (500/700/1000) und noch viel stärker in Wien (2400/5000/6500) gab es ein kontinuierliches starkes Anwachsen. In Kärnten (600/900/1000), Oberösterreich (1600/2500/2700), Vorarlberg (500/1000/1000) gab es zunächst einen deutlichen Zuwachs, der sich im Jahr darauf aber einbremste bzw. ganz ausblieb. Im Burgenland (300/430/370), der Steiermark (1400/2100/2000) und Tirol (900/1100/900) gingen die Zahlen zuletzt sogar leicht zurück.

(APA)

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