Oberösterreich führt umgekehrte Integrationsklassen weiter

Elterninitiative kämpfte erfolgreich für die Weiterführung der Klassen. Eine langfristige Lösung wird nun gesucht.

(c) Die Presse (Clemens Fabry)

Die Zukunft der Integrationsklassen an oberösterreichischen Sonderschulen ist gesichert. Die Integrationsklassen werden bis 2022 weitergeführt. Darüber hinaus wird eine langfristige Lösung gesucht. Das gab Barbara Hofer, Sprecherin der Elterninitiative "Rettet-die-I-Klassen.at" in einer Aussendung bekannt.

Zuvor hatte es in den vergangenen Tagen ein Treffen der Elterninitiative mit der Bildungsdirektion für Oberösterreich und dem Bildungsministerium gegeben, um eine Lösung zu erarbeiten. "Wir freuen uns für unsere Kinder. Ein intensives Jahr liegt hinter uns. Hunderte Eltern haben gemeinsam mit den Schulstandorten und Unterstützern aus allen Bereichen der Gesellschaft viel auf sich genommen und für beste Bildungschancen für alle Kinder gekämpft", erklärte Hofer: "Wir haben unser Ziel erreicht."

Umgekehrte Integration

In Oberösterreich gibt es seit mehr als zwanzig Jahren den Sonderfall der "umgekehrten Integration". Das bedeutet: Nicht Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf im Regelschulsystem, sondern Kinder mit und ohne Förderbedarf in Integrationsklassen in Sonderschulen. Das Modell existiert aber nur als Schulversuch und damit waren elf von 14 Klassen von der Schließung bedroht.

Die Elterninitiative hatte sich bei Land und Bund für die Weiterführung eingesetzt und viel Unterstützung erhalten. Bis 2022 solle eine nachhaltige Lösung für ganz Österreich erarbeitet werden, kündigte Hofer an.

(APA)

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