Mittelschule soll Extrastunden behalten

Aber Bildungsministerium will weg von „Gießkanne“.

(c) Die Presse (Clemens Fabry)

Wien. Die Mittelschulen sollen auch im kommenden Schuljahr pro Klasse sechs Extrastunden für Fördermaßnahmen bekommen. Das hat das Bildungsministerium nun bekannt gegeben. Ursprünglich hatte Minister Heinz Faßmann (ÖVP) diese Zusatzförderung für die Schulen – aus deren Namen vor Kurzem das „Neu“ gestrichen wurde – infrage gestellt.

Ob die Schulen auch tatsächlich das volle Ausmaß an Stunden bekommen, hängt jedoch noch am Finanzministerium. Dort hält man sich derzeit bedeckt: „Es ist weiterhin geplant, dass man hier Maßnahmen setzt. Aber wie das genau aussehen wird, ist derzeit noch in Verhandlung.“

 

3000 zusätzliche Lehrer

Im Bildungsministerium betont man, dass man sich für die Extrastunden einsetzen werde – dass man aber auch an einer effizienteren Finanzierung der Mittelschulen arbeite. Ressourcen sollten nicht mehr nach dem „Gießkannenprinzip“ verteilt werden, sondern treffsicherer eingesetzt werden.

Derzeit finanziert der Bund pro Klasse sechs Lehrerstunden, die ursprünglich für einen zweiten Lehrer (Teamteaching) in Deutsch, Mathematik oder Englisch reserviert waren. Seit 2015 können sie auch in anderen Fächern und für andere Fördermaßnahmen eingesetzt werden, künftig auch für dauerhafte Leistungsgruppen.

Mit den zusätzlichen Mitteln werden rund 3000 zusätzliche Lehrer eingesetzt, wie eine Anfragebeantwortung zeigt. Nur knapp ein Viertel sind AHS- oder BMHS-Lehrer – die ursprüngliche Intention war, für die Extrastunden lauter solche Lehrer zu holen. (APA)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 18.12.2018)

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