Französisch verliert Schüler

Spanisch ist als Fremdsprache weiterhin auf dem Vormarsch. Latein hält sich trotz des jüngsten Rückgangs.

Immer mehr österreichische Schüler lernen Spanisch – und immer weniger haben Französischunterricht.
Immer mehr österreichische Schüler lernen Spanisch – und immer weniger haben Französischunterricht.
Immer mehr österreichische Schüler lernen Spanisch – und immer weniger haben Französischunterricht. – (c) Clemens Fabry

Wien. Immer mehr österreichische Schüler lernen Spanisch – und immer weniger haben Französischunterricht. Bei den Fremdsprachen in der Schule ist Französisch der klare Verlierer: Zwischen den Schuljahren 2001/02 und 2016/17 ist die Zahl der Französischschüler von 125.000 auf 87.000 gesunken. Das ist ein Minus von rund 38.000 Schülern.

Dabei ist die Gesamtzahl der Schüler an den allgemeinbildenden und berufsbildenden höheren Schulen (AHS bzw. BHS), in denen Französisch hauptsächlich unterrichtet wird, im selben Zeitraum etwas gestiegen. Interessant: Allein in den vergangenen fünf Jahren hat Französisch in der Schule ein Minus von 21.000 Schülern verzeichnet.

Spanisch ist dagegen weiter auf dem Vormarsch. Die Zahl der Schüler im Spanischunterricht hat sich seit 2001/02 von rund 17.000 auf 46.000 fast verdreifacht (siehe Grafik). Neben Spanisch hat auch Russisch stark zugelegt – allerdings ausgehend von einem wesentlich niedrigeren Niveau: Die Anzahl der Russischschüler wuchs von 3800 auf 7100 an, wobei in den vergangenen beiden Jahren wieder ein leichter Rückgang verzeichnet wurde. Das Interesse an Italienisch stieg zwischendurch auf 61.000 an, nahm dann aber aber wieder ab. Zuletzt lernten noch 54.000 Schüler Italienisch.

 

Altgriechisch bei unter 1000 Schülern

Ähnlich ist die Situation im Fach Latein, bei dem die Zahl der Schüler bis 2011/12 auf rund 63.000 zulegte, dann aber wieder auf rund 56.000 absackte. Altgriechisch lernten bis 2011/12 rund 1000 Schüler, mittlerweile nur noch 700. Angewachsen ist die Zahl der Schüler, die sonstige Fremdsprachen lernen – und zwar von 10.600 auf 15.500. Ein großer Teil entfällt dabei auf die Minderheitensprachen (Slowenisch, Kroatisch, Ungarisch).

Englisch als dominierende Fremdsprache musste zahlenmäßig Einbußen hinnehmen. Da aber nach wie vor fast alle (98 Prozent) der knapp 1,1 Millionen Schüler in Österreich Englischunterricht haben, ist dieser Rückgang vor allem mit dem allgemeinen Schülerminus zu erklären: Zwischen 2001/02 und 2016/17 sank die Schülerzahl österreichweit um rund 100.000. (APA)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 19.01.2019)

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