Die Jugend geht auf die Straße

Am Freitag streiken die Schüler – nicht nur in sieben österreichischen Städten, sondern auch in 90 Ländern.

Den freitäglichen Schülerprotest gibt es seit Monaten in vielen Ländern. Hier demonstrieren deutsche Schüler in Berlin.
Den freitäglichen Schülerprotest gibt es seit Monaten in vielen Ländern. Hier demonstrieren deutsche Schüler in Berlin.
Den freitäglichen Schülerprotest gibt es seit Monaten in vielen Ländern. Hier demonstrieren deutsche Schüler in Berlin. – (c) Getty Images (Carsten Koall)

Wien. Bescheidenheit klingt anders. Mit den Worten „An diesem Tag wird wohl Geschichte geschrieben werden“, kündigen die Initiatoren den für Freitag geplanten weltweiten Schülerstreik für das Klima an. Die Geschichte einer Demonstration in fast 90 Ländern.

Das Vorbild heißt Greta Thunberg, die inzwischen sogar für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen wurde. Die 16-jährige Schwedin stellte sich im vergangenen Sommer mit einem Schild und der Aufschrift „Schulstreik für das Klima“ vor das Parlament in Stockholm. Zuerst schwänzte sie dafür täglich die Schule. Später nur noch freitags. Bald hatte Thunberg Tausende Nachahmer in aller Welt gefunden. Zum Gesicht der internationalen Klimaschutzbewegung ist sie spätestens mit ihrer Rede bei der UN-Klimakonferenz in Katowice im Dezember geworden. Das Video davon ist viral gegangen.

Daran konnte auch die Politik nicht mehr vorbei. So haben etwa die EU-Kommission und die deutsche Kanzlerin, Angela Merkel, lobende Worte für die Initiative gefunden. Es hagelt aber auch Kritik. Thunberg, so der Vorwurf, werde von Erwachsenen instrumentalisiert und sei die PR-Marionette eines schwedischen Unternehmers und Umweltaktivisten. Sie hat das stets vehement bestritten.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 14.03.2019)

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