Teenstar aus Schulen verbannt: Verein ist verwundert

Der christliche Sexualkundeverein betont positives Feedback von Eltern und Schulen - und vermisst ein direktes Gespräch.

Symbolbild Biologie
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(c) Die Presse (Clemens Fabry)

Der christliche Sexualkundeverein Teenstar hat Montagabend mit Verwunderung und Bedauern auf die Empfehlung von Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) reagiert, an Schulen nicht mehr mit diesem zusammenzuarbeiten. Bisher habe kein direktes Gespräch mit dem Minister stattgefunden, hieß es in einer Presseaussendung.

Im Umgang mit Schulen und Eltern hätten die Kursleiter des Vereins laufend Zuspruch und positives Feedback erhalten, wurde betont. Die eigenen Erfahrungswerte "stehen somit der kolportierten Kritik diametral gegenüber".

Akkreditierungsverfahren positiv

Positiv wertete Teenstart das kommende Akkreditierungsverfahren für alle an öffentlichen Schulen tätigen sexualpädagogischen Vereine. Man habe eine Prüfung durch das Bildungsministerium stets begrüßt und dieser mit Zuversicht entgegengesehen.

Der Verein geht davon aus, dass dann auch andere Aufklärungsvereine in die Kritik kommen. "Es wird sich dann zeigen, welche sexualpädagogischen Programme in Österreich ganzheitlich und altersgerecht sind und welche verkürzt und unangemessen sind", heißt es in der Aussendung.

Opposition ist erfreut

Erfreut hat die Opposition auf die Empfehlung reagiert, die sie als "Verbot" von TeenSTAR interpretieren. Die SPÖ sieht einen "Sieg der Vernunft". SPÖ und Liste JETZT kritisieren jedoch per Aussendung die für sie zu lange Reaktionszeit des Ministeriums. Die Homosexuelleninitiative HOSI sieht einen "wichtigen Schritt zum Schutz von Kindern und Jugendlichen".

(APA)

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