Heuer werden vier Mal mehr Schulen geschlossen als 2018

Für fast 30 Standorte kommt das Aus. Besonders betroffen sind Volksschulen in Tirol und in der Steiermark.

Die Hälfte aller Schließungen betrifft Volksschulen.
Die Hälfte aller Schließungen betrifft Volksschulen.
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Das neue Schuljahr bringt das Aus für fast 30 Schulstandorte, das sind viermal so viele wie im Vorjahr. Schulschließungen gibt es dabei in der Steiermark, Salzburg, Tirol, Kärnten und Oberösterreich. Gut die Hälfte der Schließungen betrifft Volksschulen, heißt es aus den Bildungsdirektionen.

Die meisten Schulen sperren in Tirol und der Steiermark zu. In Tirol betroffen sind dabei laut Bildungsdirektion Kleinstschulen mit einer "Handvoll Kinder". Konkret sind das die Volksschulen Vent, Holdernach, Neder und Jenbach II. Außerdem werden drei Sonderschulen in Jenbach, Vorderes Stubai und Wörgl geschlossen, wobei zwei davon bisher unselbstständige Sonderschulen und anderen Schulen angeschlossen waren. Auch bei den Neuen Mittelschulen (NMS) in Innsbruck wird es eine Änderung geben: Die NMS Wilten und die NMS Dr. Fritz Prior werden aufgelassen, dafür wird aber eine neue NMS in der Leopoldstraße gegründet.

Sinkende Schülerzahlen in betroffenen Regionen

In der Steiermark werden auf Antrag der Schulerhaltergemeinden die NMS in Feldbach, Trofaiach und Graz-St. Leonhard geschlossen bzw. mit benachbarten Schulen zusammengelegt oder neu organisiert. Außerdem schließen die Volksschulen Winklern, Frannach und Preßguts. Dazu kommen drei Grazer Volksschul-Standorte, die aber reorganisiert bzw. durch Neugründungen kompensiert werden.

In Kärnten werden mit Herbst insgesamt sechs Schulstandorte geschlossen: Vier Volksschulen in den Bezirken Völkermarkt, Spittal an der Drau, Klagenfurt-Land und Klagenfurt-Stadt, außerdem noch eine Sonderschule für Kinder mit erhöhtem Förderbedarf in Klagenfurt und eine Neue Mittelschule in Spittal an der Drau. Als Grund werden von der Bildungsdirektion Kärnten in allen Fällen sinkende Schülerzahlen und die "Optimierung der Schulorganisation" angeführt.

Im Osten bleiben alle Schulen erhalten

Drei Schulen werden heuer zu Schulbeginn in Salzburg ihre Pforten nicht mehr öffnen: Die Gemeinde Elsbethen im Flachgau hat die Volksschule Vorderfager geschlossen. Die Wirtschaftskammer Salzburg lässt den Standort der privaten Tourismusschule in Bischofshofen auf, und die Schulschwestern Hallein stellen den Unterricht in der privaten Höheren Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe und privaten Fachschule für wirtschaftliche Berufe ein, so die Bildungsdirektion.

In Oberösterreich wurde mit Sommer die Berufsschule Braunau geschlossen. Grund sind sinkende Schülerzahlen und Einsparungsmaßnahmen. In Wien, Niederösterreich, dem Burgenland und Vorarlberg bleiben alle Schulen erhalten.

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