Ministerin Schmied: 365.000 Euro für "Heute"-Inserate

Seit Oktober 2008 hat das Unterrichtsministerium 365.000 Euro für Inserate in der Gratiszeitung "Heute" bezahlt. FPÖ: Sehen nicht immer den Informationsgehalt. Ministerin Schmied verteidigt die Einschaltungen.

Ministerin Schmied 365000 Euro
Ministerin Schmied 365000 Euro
(c) APA/GEORG HOCHMUTH (GEORG HOCHMUTH)

Seit Oktober 2008 hat Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) insgesamt 15 Inserate um 365.271,56 Euro in der Wiener Gratis-Tageszeitung "Heute" geschalten. Das geht aus der aktuellen Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage des FPÖ-Bildungssprechers Walter Rosenkranz hervor.

Es gebe einen Beschluss des Parlaments, dass sich Inserate auf Informationen beschränken müssen und nicht nur den Zweck von mehr Präsenz in den Medien haben dürften, betont ein Rosenkranz-Mitarbeiter. Bei den Einschaltungen der Unterrichtsministerin "sehen wir aber nicht immer den Informationsgehalt".

Schmied: "Öffentlichkeit informieren"

Schmied verteidigt unterdessen die Einschaltungen. Sie hätten das Ziel, die Öffentlichkeit über diverse Schulreform-Projekte zu informieren und sie für die Vorhaben zu interessieren. Dass zwei Inserate in der Tageszeitung "Österreich", über die die FPÖ ebenfalls Auskunft verlangt hat, nicht als Werbung ausgewiesen waren, liege nicht in der Verantwortung des Ministeriums.

Die Vergabe von Inseraten an die Medien "Heute" und "Österreich" wurde bereits in der Vergangenheit kritisiert und hatte Ende 2009 sogar Proteste der Bundesländerzeitungen gegen eine einseitige Vergabe von Regierungs-Werbeetats zur Folge. Damals waren von einer rund 485.600 Euro teuren Kampagne des Unterrichtsministeriums zu Beginn des Schuljahrs drei Viertel der Mittel an "Österreich", "Heute" und die "Kronen Zeitung" gegangen.

(APA)

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