Schulsystem ist teuer, aber wenig effektiv

Österreich belegt Platz fünf der teuersten Schulsysteme. Auf die Leistung wirkt sich das nicht aus.

Schulsystem teuer aber wenig
Schulsystem teuer aber wenig
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Wien/J.n. Österreich gehört zur PISA-Spitzengruppe – bekanntlich nicht, was die Schülerleistungen betrifft, aber was die Ausgaben für das Bildungssystem angeht. Pro Schüler der Altersgruppe zwischen sechs und 15 Jahren gibt der Staat rund 71.813 Euro aus. Laut einer Studie des Instituts für Bildungsforschung der Wirtschaft (ibw) liegt Österreich damit auf Platz fünf der teuersten Schulsysteme aller PISA-Länder.

Mehr Geld pro Schüler geben nur Norwegen, USA, die Schweiz, und Luxemburg aus. Diese Länder erzielen (mit Ausnahme von Luxemburg) aber auch deutlich bessere PISA-Leistungen (siehe Grafik). So gibt die Schweiz nur rund 4800 Euro mehr pro Schüler aus – liegt mit 501 Punkten im Leseranking jedoch 31 Punkte vor Österreich.

 

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Finnlands Schulen sind günstig

Die Studie zeigt, dass praktisch kein Zusammenhang zwischen der Höhe der Ausgaben und den erzielten Leistungen der Schüler besteht. Die PISA-Sieger erzielen ihre Ergebnisse mit deutlich niedrigeren Ausgaben. So zahlt Finnland für seine Spitzenleistungen rund 52.400 Euro pro Schüler.
Die von der Wirtschaftskammer in Auftrag gegebene Studie finden sie unter: Lehrer.DiePresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 31.01.2011)

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