Lunacek zurück in ihrer Schule

Grüne Europaabgeordnete stellte sich kritischen Schülerfragen zur EU und der Griechenland-Krise.

Wien/Wb. Ob die Eltern ihr verdientes Geld nun für Griechenland hergeben müssten, ob Österreich künftig mehr in das EU-Budget zahlen müsse, oder ob es denn möglich wäre, aus der EU auszutreten: Die Schüler des Wiener Sperlgymnasiums machten es der Europaabgeordneten Ulrike Lunacek nicht leicht. Ihm Rahmen einer Veranstaltung der Gesellschaft für Europapolitik stellte sich die grüne Politikerin in ihrer ehemaligen Schule einer Europadiskussion. Hauptthema dabei war die aktuelle Griechenland-Krise.

Die grüne Europaabgeordnete musste zugestehen, dass die EU-Regierungen viel zu spät auf die Krise reagiert hätten. Nun reiche der Euro-Rettungsschirm als Maßnahme nicht allein aus. „Es braucht auch ein geordnetes Konkursverfahren für Staaten.“ Einwände, dass nun Österreichs Steuerzahler zum Handkuss kämen, ließ Lunacek nur teilweise gelten. „Das mit Griechenland ist ja nicht anders, als es in Österreich war“, argumentierte sie. Auch da mussten Steuerzahler für die Hypo-Alpen-Adria in Kärnten einspringen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 08.10.2011)

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