Ernährung: Wohl bekomm's: Gesundheit à la carte

Wo man sich das Know-how für Beratung, Coaching und Therapie holt.

(c) AP (Michael Sohn)

wien. Frühling, die Zeit des Diätwahns: Selten ernähren sich Menschen so absurd wie dann, wenn sie an Gewicht verlieren möchten. Doch auch unterm Jahr belastet der folgenschwere Irrtum, was richtige Ernährung sei, nicht nur die Betroffenen, sondern zunehmend die Volkswirtschaften. Das Know-how für richtige Ernährung ist gefragt, nicht nur für das persönliche Wohl.


Ganzheitlicher Ansatz

„Personen aus medizinischen Berufen können durch die Ausbildung zum Ernährungsberater nach TCM ihr Know-how erweitern, andere sich ein neues berufliches Standbein schaffen und als Berater etwa in Schulen und Kindergärten arbeiten“, erklärt Siglinde Katharina Mayer, fachliche Leiterin der Schlossberg Institut TCM-Akademie. Auf die Grundlagen der Traditionellen Chinesischen Medizin folgen in dem modulartig aufgebauten Diplomlehrgang Nahrungsmittelkunde und therapeutisches Kochen, TCM-Diagnostik sowie die Aufbaustufen Anatomie, Physiologie und supervidierte Beratungspraxis. „Viele sehen, dass ihr Ernährungssystem nicht mehr funktioniert, kämpfen gegen Zivilisationskrankheiten. Deshalb wird der präventive Gedanke und das Wissen um die therapeutische Wirkung von Nahrungsmitteln immer wichtiger“, sagt Mayer. An der FH St. Pölten legt der Studiengang Diätologie neben vorbeugenden Aspekten Wert auf ernährungsmedizinische Krankheitstherapie und Rehabilitation. Neben einer freiberuflichen Tätigkeit finden Diätologen in Kliniken und Rehabzentren, aber auch in Ernährungswirtschaft, Lebensmittel- und Pharmaindustrie einen Job.


Große Bandbreite

Wer kein ernährungswissenschaftliches Studium absolviert hat, kann eine Ausbildung zum Gesundheitstrainer – Bereich Ernährung des Vereins für unabhängige Gesundheitsberatung UGB machen. Weitere Möglichkeiten der Aus- und Weiterbildung an der UGB: zum Fachberater Vollwert-Ernährung, Fachberater für Säuglings- und Kinderernährung oder UGB-Fastenleiter. Das Spektrum ist weitreichend: „Unsere Ausbildung ist beispielsweise für Bewegungs- und Mentaltrainer, aber auch SOS-Kinderdorf-Mütter eine gute Ergänzung ihres bereits vorhandenen Wissens“, sagt Reinhard Schätzer, Leiter der Vitalakademie in Innsbruck. Die 675 Einheiten auf dem Weg zum Ernährungstrainer umfassen unter anderem Themen wie Anatomie, Lebensmittelkunde, fernöstliche und regionale Ernährung sowie Tipps für die Selbstständigkeit. „Über 30 Prozent unserer Absolventen machen sich selbstständig, meist als Ernährungscoaches oder in Zusammenarbeit mit einem Bewegungstrainer“, erzählt Schätzer. „Es geht in Richtung ,bewusste Ernährung' und ,biologisch hochwertig'. Wer erkennen kann, wann ein Produkt wirklich biologisch ist, kann dann beispielsweise als Einkaufsberater arbeiten.“ Drei Semester dauert die Ausbildung zum diplomierten Vital-Ernährungstrainer an der Body&Health Academy.

www.eurak.at,

www.fh-stpoelten.ac.at,

www.bodytrainer.at,

www.schlossberginstitut.at,

www.vitak.at, www.wellnessprofis.at, www.ugb.at

("Die Presse", Print-Ausgabe, 29.03.2008)

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