"Café Rosa": Ermittlungen eingestellt

Die linke ÖH-Spitze der Uni Wien versenkte mit dem Projekt rund eine halbe Million Euro. Eine Anklage gibt es aber nicht.

STUDENTENLOKAL 'CAFE ROSA' IN WIEN-ALSERGRUND
STUDENTENLOKAL 'CAFE ROSA' IN WIEN-ALSERGRUND
APA/HERBERT PFARRHOFER

Die Staatsanwaltschaft erhebt keine Anklage wegen des Betriebs des gescheiterten Studentenbeisls "Café Rosa". Das Verfahren sei bereits im Sommer eingestellt worden, berichtete der Online-"Standard" am Freitag. Mit dem Projekt versenkte die linke ÖH-Spitze der Uni Wien rund eine halbe Mio. Euro - Folge waren unter anderem Ermittlungen wegen des Verdachts der Untreue.

Mit dem im Mai 2011 gestarteten "Café Rosa" in der Währinger Straße in Wien-Alsergrund wollte die ÖH an der Uni Wien vor allem gesellschaftspolitische Ziele realisieren und fühlte sich Grundsätzen wie "anti-heteronormativ", "antikapitalistisch" und "antiklerikal" verpflichtet. Das Konzept eines Lokals ohne Konsumzwang ging jedoch nicht auf, nach einem knappen Jahr und einem Aufwand von rund 450.000 Euro kam das Aus. Im Nachhinein stellte die Kontrollkommission des Wissenschaftsministeriums noch fest, dass der Betrieb des Lokals ohne Zustimmung des Ministers unzulässig und die von der ÖH gewählte Konstruktion über einen zwischengeschalteten Verein ein Umgehungsgeschäft war.

Anschließend suchte die Uni-Studentenvertretung aus Grünen und Alternativen StudentInnen (GRAS), Verband Sozialistischer Student_innen (VSStÖ) und dem Kommunistischen StudentInnenverband - Linke Liste (KSV-LiLi) rund eineinhalb Jahre einen Nachfolger für den bis März 2016 laufenden Mietvertrag. Heute ist das ehemalige "Café Rosa" ein China-Restaurant.

(APA)

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