Grüne Studierende haben sich gespalten

In Linz und Graz kam es zu einer Abspaltung von den Grünen und Alternativen Studierenden.

(c) APA/HELMUT FOHRINGER

Wien. Die Grünen und Alternativen Studierenden (Gras) haben sich gespalten – zumindest in der Steiermark und Oberösterreich. Die beiden Landesgruppen nennen sich nun Grüne Studierende und streben laut „Kleiner Zeitung“ auch bundesweit eine neue, eigene Organisation an.

Wie kam es dazu? Zum einen gebe es bei den Gras einen „organisatorischen Zerfall“. Die Studentenfraktion akzeptiere keine Mehrheitsentscheidungen, sondern halte am Konsensprinzip fest, kritisiert der Sprecher der neu gegründeten Grünen Studierenden, Johannes Steiner. „Wenn 100 eine Entscheidung treffen wollen, und eine Person ist dagegen, kommt keine Entscheidung zustande.“ Gleichzeitig gebe es auch einen inhaltlichen Verfall, sagt er. Es gebe kaum Forderungen, die man der Öffentlichkeit vermitteln könnte. Und: Linke Kräfte würden zunehmend ausgegrenzt.

Die Gras hingegen glaubt an „Machtspielchen und Egotrips von Einzelpersonen“, die zur Abspaltung geführt haben. Bei der Gras handelt es sich derzeit um die zweitstärkste Fraktion in der Bundesvertretung, dem österreichweiten Studentenparlament. Sie stellen mit dem Verband Sozialistischer Studenten, den Fachschaftslisten und der Fraktion Engagierter Studierender die ÖH-Exekutive. Auf diese hat die Abspaltung vorerst keine Konsequenzen. (APA/red.)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 12.10.2016)

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