Ex-ÖVP-Ministerin Karl neue Vizerektorin an der PH Steiermark

Seit dem 1. Oktober gehört die ehemalige Justizministerin zu den Vizerektorinnen. Sie ist zuständig für Forschung und Entwicklung.

Die frühere Justizministerin Beatrix Karl
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Die frühere Justizministerin Beatrix Karl
Die frühere Justizministerin Beatrix Karl – APA/HELMUT FOHRINGER

Die Pädagogische Hochschule Steiermark hat am Montag ihr zehnjähriges Bestehen gefeiert und ihr neues Rektorat ins Amt eingeführt. Neben der wiederbestellten Rektorin Elgrid Messner gehört seit 1. Oktober auch die ehemalige ÖVP-Ministerin Beatrix Karl zu den Vizerektorinnen. Sie ist zuständig für Forschung und Entwicklung. Vizerektorin Regina Weitlaner kümmert sich weiterhin um Studium und Lehre.

Mit ihren zehn Jahren im tertiären Bildungssektor zählt die PHSt zu einer der jüngeren Institutionen, doch dahinter stehe ein Vierteljahrtausend Traditionen in der Lehrerausbildung, hieß es beim Festakt Montagabend im Steiermarkhof. Die Pädagogenausbildung reiche zurück bis in die Zeit von Maria Theresia, die 1772 die Schulpflicht eingeführt hat. 1869 wurden mit dem Reichsvolksschulgesetz auch die Lehrerausbildungsanstalten eingeführt. 1909 wurde das Hauptgebäude der Pädagogischen Hochschule Steiermark am Hasnerplatz als Lehrerbildungsanstalt errichtet.

1962 kam es zum nächsten Reformsprung, nämlich zur Einführung der postsekundären Lehrerausbildung an den Pädagogischen Akademien. Der Standort Hasnerplatz wurde beibehalten - auch als 2007 mit der Einführung des dreijährigen Bachelorstudiums "der nächste bedeutende Reformschritt getan wurde", so die Hochschule.

3300 Studierende in Bachelor- und Masterlehramtsstudien

Im Studienjahr 2017/18 bietet die Pädagogische Hochschule Steiermark die drei Lehramtsstudien "Primarstufe", "Sekundarstufe Allgemeinbildung" und "Sekundarstufe Berufsbildung" in der Ausbildung, 40 Hochschullehrgänge in der Weiterbildung, die mit einer Zertifizierung abschließen, und über 2.500 Lehrveranstaltungen der Fortbildung. Zudem werden am Campus die zwei eingegliederten Praxisschulen, die Praxisvolksschule und die Praxis-Neue Mittelschule, geführt.

Insgesamt absolvieren an der PHSt derzeit 3300 Studierende Bachelor- und Masterlehramtsstudien, 1700 bilden sich im Rahmen von Hochschullehrgängen weiter und im Dienst stehende Lehrerinnen und Lehrer haben sich für rund 18.000 Plätze in Lehrveranstaltungen der Fortbildung eingeschrieben. Die PHSt zählt 130 Lehrende im Stamm und 310 mitverwendete Lehrerinnen und Lehrer sowie etwa 1000 Lehrbeauftragte. An den beiden integrierten Praxisschulen arbeiten 80 Lehrerinnen und Lehrer und die PH Steiermark kooperiert mit über 300 externen Praxisschulen. In der Verwaltung arbeiten 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Für die Zukunft soll auch die Ausbildung von Kindergartenpädagogen an die Hochschulen und Universitäten geholt werden. Die Experten im Verbund Süd-Ost haben bereits entsprechende Curricula entwickelt. "Es gibt Signale dafür, dass die Ausbildung mit Unterstützung durch das Land Steiermark bereits im Oktober nächsten Jahres starten kann", hieß es seitens der PHSt.

Eine weitere abzusehende Änderung betrifft den Status der Pädagogischen Hochschulen, die derzeit noch als Dienststellen des Bildungsministeriums geführt werden. Rektorin Messner erklärte: "Zum ersten Mal in unserer Geschichte gibt es den Plan für eine echte Autonomie der Lehrerbildungsinstitution Pädagogische Hochschule. Das Bildungsministerium konzipiert gerade in Abstimmung mit der Rektorenkonferenz der Pädagogischen Hochschulen einen Hochschulentwicklungsplan für die nächsten Jahre. Wir erwarten uns davon nicht weniger als einen universitätsähnlichen Status."

(APA)

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