WU beschränkt Zugang zum Wirtschaftsrecht

Die Anfängerzahl wird deutlich heruntergeschraubt. Auch in Wirtschaft weniger Plätze.

Ab kommendem Herbst werden deutlich weniger Studenten das Fach inskribieren können
Ab kommendem Herbst werden deutlich weniger Studenten das Fach inskribieren können
Ab kommendem Herbst werden deutlich weniger Studenten das Fach inskribieren können. – (c) Clemens Fabry

Wien. Jahrelang hat die Wiener Wirtschaftsuniversität über den enormen Andrang zum Wirtschaftsrecht geklagt. Ab kommendem Herbst werden deutlich weniger Studenten das Fach inskribieren können: Hatten sich zuletzt rund 2500 Studienanfänger für Wirtschaftsrecht eingeschrieben, gibt es zukünftig nur noch 870 Anfängerplätze.

Auf den ersten Blick ist das eine krasse Reduktion – die Uni argumentiert aber, dass es das real nicht ist: Man habe sich an der Zahl der Studierenden orientiert, die bisher prüfungsaktiv waren – und das waren sogar nochmals knapp 200 weniger, nämlich 685. Als prüfungsaktiv gilt, wer pro Studienjahr mindestens 16 ECTS-Punkte sammelt – das ist ein Viertel der Punkte, die man braucht, um in der Regelzeit zu studieren.

Auch im Bereich Wirtschaft – in dem schon seit 2013 Beschränkungen herrschen – gibt es weniger Plätze: statt bisher 3674 sind es 2943. Auch das sei noch deutlich über der Zahl der Prüfungsaktiven, heißt es aus dem Wirtschaftsuni-Rektorat.

 

30 neue Stellen an der WU

Die neuen Schranken sind im Zuge der Verhandlungen über das Uni-Budget für die kommenden drei Jahre zustande gekommen. Mit dem finanziellen Ergebnis ist Rektorin Edeltraud Hanappi-Egger zufrieden: Die WU hat ein Budgetplus von 17 Prozent. Insgesamt hat die Uni bis inklusive 2021 nun 424 Millionen Euro zur Verfügung – sie kann damit 30 neue Stellen u. a. für Professoren schaffen.

Zufrieden ist auch die Uni Linz: Sie bekommt ein Plus von 55 Millionen Euro sowie weitere 50 Millionen Euro für den Aufbau der Medizinfakultät. Ob sie Fächer beschränkt, will die Uni demnächst bekannt geben. Die Uni Wien hat schon vor einigen Wochen angekündigt, dass es in sieben Bereichen – darunter auch Jus – zukünftig Aufnahmetests gibt. (beba)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 15.11.2018)

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