ÖH-Vorsitzende Lutz: „Prüfungsindustrie sorgt für Angstmache“

Viele Studierende zahlen für unnötige Zusatzkurse, kritisiert Hannah Lutz, die Vorsitzende der Hochschülerschaft. Die neuen Zugangsbeschränkungen lehnt sie ab.

„Viel ÖH-Arbeit ist auch unsichtbar“, sagt die aktuelle ÖH-Chefin Hannah Lutz (VSStÖ). An der ÖH-Spitze steht derzeit eine linke Dreierkoalition.
„Viel ÖH-Arbeit ist auch unsichtbar“, sagt die aktuelle ÖH-Chefin Hannah Lutz (VSStÖ). An der ÖH-Spitze steht derzeit eine linke Dreierkoalition.
„Viel ÖH-Arbeit ist auch unsichtbar“, sagt die aktuelle ÖH-Chefin Hannah Lutz (VSStÖ). An der ÖH-Spitze steht derzeit eine linke Dreierkoalition. – Clemens Fabry / Die Presse

Die Presse: Ab Herbst 2019 werden mit Rechtswissenschaft, Fremdsprachen und Erziehungswissenschaft ein paar der beliebtesten Fächer zugangsbeschränkt. An der Uni Wien kommen noch Politikwissenschaft, Soziologie sowie Kultur- und Sozialanthropologie dazu. Die Hochschülerschaft hat man dennoch weder auf der Straße demonstrieren noch einen Hörsaal besetzen gesehen. Haben Sie resigniert?

Hannah Lutz:
Nein. Wir haben wiederholt unsere Meinung deutlich gemacht: Die Zugangsbeschränkungen sind sozial selektiv, und deshalb sind wir dagegen.

Der Protest ist aber doch etwas lauwarm.

Das würde ich so nicht sagen. Wir haben bei den verschiedensten Themen – auch bei der Diskussion über die Studiengebühren – auf den Tisch gehaut. Zugangsbeschränkungen treffen im klassischen Fall Schüler, die gerade die Matura im Kopf haben. Sie müssen sich dann in der stressigen Zeit mit dem Aufnahmeprozedere, das meist schon im März beginnt, beschäftigen. Die Studienwahlentscheidung wird nach vorne geschoben. Wir sind gerade damit beschäftigt, die Beratungsangebote anzupassen.

Es wird also mehr Beratung und weniger Protest geben?

Das ist drin:

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 28.11.2018)

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