Studium: Mehr Geld für Erasmus

Wer ins Ausland geht, bekommt 60 Euro mehr, deutliches Plus auch für Studienbeihilfebezieher.

(c) REUTERS (Susana Vera)

Wien. Studenten, die im Rahmen von Erasmus ins Ausland gehen, bekommen künftig mehr Geld: Die Förderungen – je nach Land zwischen 300 und 400 Euro pro Monat – werden monatlich um 60 Euro erhöht, wie Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) am Montag bekannt gab. Der Hintergrund: 2019 bekommt Österreich von der EU drei Millionen Euro mehr für den Studentenbereich.

Für jene, die Studienbeihilfe beziehen und mittels Erasmus im Ausland studieren wollen, gibt es noch ein Extraplus: Sie bekommen künftig die Auslandsbeihilfe und das volle Erasmusstipendium – bisher wurden diese beiden Förderungen gegenverrechnet. Je nach Land und Beihilfestufe kann das pro Monat von rund 70 bis fast 400 Euro ausmachen.

Damit soll eine der zentralen Hürden für ein Auslandssemester abgebaut werden: die finanzielle. Über die konkreten Förderungen sollen die Studenten künftig noch besser informiert werden.

 

Deutschland am beliebtesten

2018 sind rund 7500 Studenten für ihr Studium oder für ein Praktikum ins Ausland gegangen. Das beliebteste Land ist dabei Deutschland, gefolgt von Spanien und Großbritannien – wobei Faßmann optimistisch ist, dass die Briten auch nach dem Brexit an Erasmus teilnehmen werden.

Dass das 2016 vom Wissenschaftsministerium gesteckte Ziel erreicht wird – 30 bis 35 Prozent aller Hochschulabsolventen sollen 2025 einen Auslandsaufenthalt absolviert haben – glaubt der Minister indes nicht. Dieses Ziel müsse man neu diskutieren. Aktuell waren 23,5 Prozent der Absolventen während des Studiums im Ausland. Faßmann hofft, dass es bald jeder Vierte ist. (beba)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 16.04.2019)

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