"Freibier und Weltfrieden": Wofür die Spaßfraktion No Ma'am bei der ÖH-Wahl wirbt

Die Fraktion an der Uni Linz spricht sich für „Mo-narchie“ aus - und damit ihren Spitzenkandidaten. Ganz ernst ist es nicht gemeint.

Die Spaßfraktion No Ma'am setzt bei den Wahlen zur Österreichischen HochschülerInnenschaft (ÖH) von 27. bis 29. Mai auf die "Mo-narchie". Dahinter steckt der Spitzname von Spitzenkandidat Moritz Mager. Konzept habe man dafür zwar noch keines - die Idee sei gerade bei einer Partie Bierpong entstanden.

Ansonsten hält die an der Uni Linz vor allem für ihre Partys bekannte Fraktion an altbekannten Forderungen fest. "Wir stehen für Freibier, dreilagiges Klopapier auf Unitoiletten und den Weltfrieden." Derzeit verfügt No Ma'am über ein Mandat in der Bundesvertretung, dem österreichweiten Studentenparlament, und liegt damit gleichauf mit den beiden Kommunistischen StudentInnenverbänden sowie dem Ring Freiheitlicher Studenten (RFS).

"Das Studium ist die schönste Zeit im Leben“ 

"Außerdem sind wir der Meinung, dass wir in einer sehr privilegierten Gesellschaft leben und uns nicht über alles aufregen sollen, sondern vielmehr schätzen sollen, was wir ohnehin haben", gibt man sich heuer auch etwas philosophisch. "Das Studium ist die schönste Zeit im Leben und das leben wir als kleiner Linzer Verein vor."

Aufräumen möchte man mit einem Vorurteil: "Auch wenn wir nach außen den Anschein machen, nur Bier im Kopf zu haben, studieren wir dennoch alle sehr erfolgreich an der Universität Linz." Die wirklich wichtige ÖH-Arbeit werde großteils in den Studienvertretungen erledigt. "Trotz der eher niedrigen Wahlbeteiligung gibt es zum Glück immer noch ein paar, die das Ganze nicht so ernst nehmen und sich für No Ma'am entscheiden." Ansonsten verweist No Ma'am auf seine Unabhängigkeit: "Wir finanzieren uns durch ein Fest pro Semester und schaffen es trotzdem während der Wahl 3000 Liter Freibier zu verschenken."

(APA)

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