Weniger deutsche Studienanfänger als erwartet

Insgesamt steigt die Zahl der Studierenden an den heimischen Unis - der befürchtete massive Anstieg ist bisher aber ausgeblieben. Die Wirtschaftsuni kann überhaupt von einem Rückgang ausgehen.

Weniger deutsche Studienanfaenger erwartet
Weniger deutsche Studienanfaenger erwartet
(c) APA/BARBARA GINDL (BARBARA GINDL)

Der Run deutscher Studierender auf die heimischen Unis scheint weniger massiv zu sein, als erwartet: 6121 Deutsche haben sich heuer neu für ein Studium in Österreich eingeschrieben. Zwar läuft die Nachfrist noch bis Ende November, die befürchtete Zahl wird aber kaum mehr erreicht werden: Experten des deutschen Centrums für Hochschulentwicklung waren im Sommer davon ausgegangen, dass 10.000 zusätzliche Deutsche an die heimischen Unis drängen würden.

Gestiegen ist die Zahl der Deutschen aber sehr wohl: Bei den Studienanfängern von 11,3 Prozent im Vorjahr auf vorläufig 12,4 Prozent. Bei der Gesamtzahl der Studierenden von 8,5 auf 9,2 Prozent, das sind derzeit 25.773 Studierende. Vor allem an der Uni Salzburg sind die Deutschen stark vertreten, hier stellen sie in den Ingenieurwissenschaften und in Psychologie fast 60 Prozent aller Studenten, an der Uni Innsbruck sind rund 45 Prozent der Psychologiestudenten Deutsche.

Massiver Anstieg ist ausgeblieben

Insgesamt steigt die Zahl der Studierenden an den heimischen Unis - der befürchtete massive Anstieg ist aber auch insgesamt ausgeblieben. Mit 49.246 Neuzugelassenen gibt es heuer ein Plus von 1,1 Prozent bei den Anfängern. Insgesamt sind an den österreichischen Unis derzeit 279.450 Studierende eingeschrieben. Das sind zwar 1,6 Prozent weniger als im Wintersemester 2010, bis zum Ende der Nachfrist rechnet das Wissenschaftsministerium aber mit einem Plus von drei bis vier Prozent.

An einigen Unis gibt es schon jetzt mehr Studierende als im Vorjahr: Etwa an der TU Wien (plus 3,4 Prozent) oder an der Uni Innsbruck (plus 0,4 Prozent). Andere können mit einem Rückgang rechnen. An der Wiener WU etwa haben sich bisher 12,9 Prozent weniger Studierende eingeschrieben als im Vorjahr. Weniger Studenten als zuletzt gibt es auch an den Unis Klagenfurt (minus 5,6) oder Salzburg (minus 4,8). An der Uni Wien, sind bisher um 1,1 Prozent weniger Studierende zugelassen, als im Vorjahr.

(APA)

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