Uni Salzburg eröffnet neues Literaturarchiv

Im "Literaturarchiv Salzburg" sollen Nachlässe von Waggerl und Bernhard bis Handke und Kappacher gesammelt, archiviert und aufgearbeitet werden.

Salzburg eroeffnet neues Literaturarchiv
Salzburg eroeffnet neues Literaturarchiv
(c) APA (FRANZISKA SCHMIED)

Das neue "Literaturarchiv Salzburg" ist eröffnet. Die Universität Salzburg hat dieses Archiv in 500 Quadratmeter großen Räumlichkeiten im Zentrum der Stadt eingerichtet. Vorerst drei Mitarbeiter sollen sich um die Sammlung, Archivierung und wissenschaftliche Aufarbeitung von Nachlässen kümmern, Symposien organisieren sowie Publikationen und Editionsprojekte vorantreiben, wie Manfred Mittermayer, Leiter des neuen Literaturarchivs, am Donnerstag erläuterte.

1977 hat der ehemalige Rektor der Universität Salzburg, Adolf Haslinger, begonnen, literarische Nachlässe zu sammeln. 1996 wurde diese umfangreiche Privatsammlung in eine Stiftung umgewandelt, und seit heute ist das Literaturarchiv Salzburg literarisch-historisches Forschungszentrum der Universität für Literatur mit Salzburg-Bezug.

Eingebracht sind Originalmanuskripte und Materialien von Autoren wie Barbara Frischmuth, Peter Handke, Gert Jonke, Stefan Zweig, Franz Innerhofer, Hermann Bahr, Carl Zuckmayer und Christine Nöstlinger, ebenso wie von Georg Danzer, Herbert Rosendorfer, Walter Kappacher, Christoph Ransmayr und vielen anderen. Dazu kommt der gesamte archivarische Bestand des Salzburger Residenzverlages von der Gründung bis zu dessen Ende als eigenständiger Salzburger Verlag im Jahr 2004. "Wir bemühen uns, mit Unterstützung des Mäzens Herbert Batliner etwa auch den Bachmann-Nachlass in Form von Kopien zu erwerben und mit anderen Institutionen wie dem Thomas-Bernhard-Archiv in Gmunden und dem Stefan-Zweig-Center in Salzburg eng zusammenzuarbeiten", sagte Mittermayer, dem mit Hildemar Holl einer der führenden Literatur-Historiker des Landes zur Seite steht.

Wirtschaftlich ist das Literaturarchiv mit einem Gesamtbudget von 300.000 Euro vergleichbar gut aufgestellt, wobei etwa 100.000 Euro von Stadt und Land Salzburg beigetragen werden sollen. Dazu kommen Sponsorgelder, wie jene der Batliner-Stiftung. Außerdem stellte Rektor Heinrich Schmidinger zwei zusätzliche Dienstposten in Aussicht.

(APA)

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