AG drängt auf Zugangsbeschränkungen

Die ÖVP-nahen Studenten gehen mit einer Frau an der Spitze in die ÖH-Wahl. Sie fordern auch ein österreichweites Studententicket.

(c) APA/HERBERT NEUBAUER (HERBERT NEUBAUER)

Ähnlich wie die pinken Junos geht auch die ÖVP-nahe Aktionsgemeinschaft mit Kritik an der derzeitigen ÖH-Spitze in die Hochschülerschaftswahl. „Die Studierenden brauchen ein Sprachrohr und keinen Babysitter“, hieß es bei der Präsentation von AG-Spitzenkandidatin Silvia Grohmann – 22-jährige Jus- und Chemiestudentin – am Mittwoch. Der aktuellen ÖH-Führung seien aber gesellschaftspolitische Statements wichtiger als der Einsatz für die Studierenden.

Inhaltlich drängt die Aktionsgemeinschaft auf ein geregeltes Zugangsmanagement mit Aufnahmetests in überlaufenen Studienfächern. Laut einer Umfrage unter Studierenden, stehen auch die Studierenden dem gegenüber: 65 Prozent der Studenten sind demnach der Meinung, dass Zugangsregelungen „wie faire Aufnahmetests oder Self-Assessment“ helfen könnte, in stark nachgefragten Studienrichtungen die Qualität zu steigern.

Außerdem sind die AG-Studenten – deren Spitze durch die oberösterreichische Jus-Studentin Katharina Gruber und Bundesobmann Andreas Jilly komplettiert wird – ein österreichweites Studententicket und mehr Geld für die Hochschulen. Nachgelagerte Studiengebühren – wie sie die Junos tags zuvor vorgeschlagen haben – lehnen die ÖVP-nahen Studierenden ab.

Sprechen mit allen Fraktionen

Ein konkretes Ziel für die ÖH-Wahl wollten die zuletzt Erstplatzierten nicht nennen. „Wir werden versuchen, das Beste herauszuholen, vermutlich auch Platz eins“, so Spitzenkandidatin Grohmann. Bezüglich einer Koalition werde man mit allen Fraktionen sprechen. Mit dem RFS und den Kommunisten gebe es aber klarerweise weniger Überschneidungen.

(beba)

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