Junos setzen auf verhinderten TU-Studenten

Für nachgelagerte Gebühren und Opt-out aus der ÖH.

Nino Rohrmoser von Junos.
Nino Rohrmoser von Junos.
Nino Rohrmoser von Junos. – APA/HANS PUNZ

Wien. Nach den roten Studierenden des VSStÖ haben nun die pinken Junos ihren Spitzenkandidaten für die ÖH-Wahl vorgestellt: Sie setzen auf Nino Rohrmoser, der die Junos seit vergangenem Jahr anführt. Der 22-jährige Tiroler wollte ursprünglich Technische Mathematik an der TU Wien studieren – wechselte dann aber an die Wirtschaftsuniversität.

Den Grund dafür erläuterte er bei seiner Präsentation am gestrigen Mittwoch: „Ich kann mich noch an den ersten Tag erinnern, als ich an der TU mit 250 anderen in einem für 180 Personen ausgelegten Hörsaal gesessen bin“, so Rohrmoser. Der Professor habe darauf hingewiesen, dass man spätestens in einem Monat keine Platzprobleme haben werde. Abgeschreckt habe ihn auch, dass dort die Technik im 20. Jahrhundert stecken geblieben sei. „Es wird nach wie vor Kreide verwendet.“

Deshalb wechselte Rohrmoser an die WU, wo er Wirtschaftsrecht studiert – auch das ein Studienfach, das mit Kapazitätsproblemen zu kämpfen hat und das ab Herbst erstmals zugangsbeschränkt wird. Auf dem neuen Campus seien die Studienbedingungen besser, sagte Rohrmoser. „Aber eigentlich auch nur absoluter Mindeststandard.“

 

Pflichtmitgliedschaft soll fallen

Thematisch gehen die pinken Studierenden mit einer polarisierenden Forderung in die Wahl: nachgelagerte Studiengebühren. Demnach könnten die Unis pro Semester bis zu 500 Euro verlangen – die Studierenden müssten diese erst zahlen, wenn sie nach dem Studium mehr als 1200 Euro netto pro Monat verdienen.

Außerdem wollen die Junos Digitalisierung und einen europäischen Studierendenausweis. Die Pflichtmitgliedschaft bei der ÖH soll stufenweise abgeschafft werden: Im ersten Semester sollen alle Studierenden ÖH-Mitglieder sein – danach soll es eine Opt-out-Möglichkeit geben. (APA)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 07.03.2019)

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