Studenten-Netzwerke

Networking ist eines der Schlagwörter des 21. Jahrhunderts. Für Studenten gibt es zahlreiche Möglichkeiten, mit Gleichgesinnten oder potenziellen Arbeitgebern in Kontakt zu treten.

Gemeinsam studiert man leichter
Gemeinsam studiert man leichter

Die Association Internationale des Etudiants en Sciences Economiques et Commerciales (AIESEC) ist mit 22.000 aktiven Mitgliedern in mehr als 95 Ländern die weltweit größte von Studenten geführte Organisation. Jährlich werden rund 350 internationale Konferenzen organisiert, 4000 Studenten nutzen jährlich das AIESEC-Austauschprogramm. Ziel ist es, Arbeitsorganisation und Führung von Gruppen zu erlernen.

Austrian Medical Students Association

Für künftige Mediziner: Die AMSA ist eine von 92 nationalen Mitgliedsorganisationen der International Federation of Medical Students‘ Associations (IFMSA), die die internationale Zusammenarbeit zwischen Medizinstudenten fördert. AMSA veranstaltet Workshops und betreibt außerdem das Teddybären-Krankenhaus, das Kindern die Angst vor Ärzten nehmen soll.

Buddy-Network der Uni Wien

Kein klassisches Studentennetzwerk, aber doch eines: Das Buddy-Netzwerk der Uni Wien und des Erasmus Student Network soll den Austausch zwischen in- und ausländischen Studenten fördern. In der Praxis wird jedem Austauschstudenten ein eigener „Buddy“ zugeteilt, der ihm den Einstieg in Wien erleichtern soll.

Was ist wo an der Uni, wo sind die besten Lokale, die billigsten Geschäfte? Heimische Studenten bekommen im Gegenzug die Möglichkeit, internationale Kontakte zu knüpfen und dadurch vielleicht Freunde und Bekannte in anderen Ländern zu gewinnen. Interessierte melden sich über die Website des Erasmus Student Network an.

European Law Students‘ Association

Die ELSA wurde 1981 in Wien von Jus-Studenten aus Österreich, Ungarn, Polen und dem damaligen Westdeutschland gegründet. Ziel ist es, Kontakte zu anderen Studenten des Fachs in ganz Europa zu ermöglichen. Heute ist sie die weltweit größte Organisation junger Juristen und zählt mehr als 30.000 Mitglieder in 36 Staaten.
Neben Vortragsreihen und Exkursionen veranstaltet ELSA auch die „Austrian Moot Court Competit-ion“, bei der Studenten-Teams in einer fiktiven Gerichtsverhandlung gegeneinander antreten.

International Association for the Exchange of Students for Technical Experience

IAESTE Austria, eine unentgeltlich von Studenten geführte Organisation, vermittelt österreichischen Technikstudenten Fachpraktika in mehr als 80 Ländern. Jährlich können 150 bis 200 von ihnen Berufserfahrung im Ausland sammeln. Zusätzlich werden Karrieremessen organisiert, die Studenten und Unternehmen eine Plattform bieten sollen, sich gegenseitig kennenzulernen.

studiVZ - Keine Flirtplattform

Das „Studierenden-Verzeichnis“ ist eines der größten europäischen Online-Netzwerke in Europa. Hier können sich Studenten aus Österreich, Deutschland und der Schweiz untereinander austauschen und Gruppen von Studenten mit gleichen Interessen beitreten. Mehr als 10 Millionen Studenten nutzen das Angebot bereits, auch in Österreich wird das Angebot stark zum Kennenlernen und zur Kontaktpflege in Anspruch genommen. Mit der Erweiterung auf meinVz werden mittlerweile auch Menschen abseits der Uni angesprochen. Die Betreiber legen übrigens großen Wert darauf, dass das Portal keine Flirt-Plattform ist.

Uni Management Club

Im Uni Management Club, einer Tochterorganisation des Management Clubs, sind rund 300 wirtschaftlich interessierte Studenten aller Fakultäten und Universitäten aktiv. Der UNIMC organisiert Diskussionsveranstaltungen und Treffen mit Führungskräften aus Österreichs 500 größten Unternehmen. Die Mitgliedschaft kostet 20 Euro jährlich. Einmal jährlich findet eine eigene „Zukunftskonferenz“, die win2, statt.

Xing, ehemals OpenBC

Eigentlich ist Xing – bis Ende 2006 bekannt als OpenBC – ja eher eine Internetplattform für Geschäftskontakte. Aber auch Studenten können sich hier eintragen und Kontakte knüpfen, vielleicht findet sich ja auch ein potenzieller Arbeitgeber unter den Mitgliedern – es empfiehlt sich, den eigenen Lebenslauf auf der Profilseite möglichst interessant zu gestalten. Man glaubt übrigens gar nicht, wie viele Freunde und Bekannte sich hier schon eingetragen haben. Besonders interessant ist die Anzeige, über wie viele Ecken man mit anderen Mitgliedern bekannt ist. Die Premium-Mitgliedschaft mit zahlreichen Suchfunktionen ist kostenpflichtig, die einfache Mitgliedschaft ist aber gratis. Es wird übrigens "Crossing" und nicht "Ksing" ausgesprochen.

(Red.)

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