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Wer wählt die Clowns?

Dossier Von Boris Johnson, Beppe Grillo bis hin zu Donald Trump: Politiker, die mehr auf pikante Provokation als auf detaillierte Inhalte setzen, haben bei Wählern und in Parteien Aufwind. Was macht Sie so attraktiv? Ein Erklärungsversuch.

Ein Dossier von Wolfgang Böhm, Susanna Bastaroli, Oliver Grimm, Gabriel Rath und Thomas Vieregge

Boris Johnson wurde diese Woche von zwei Dritteln der Tory-Mitglieder gewählt. Eine klare Mehrheit in der bald 200 Jahre alten Traditionspartei hielt den nicht besonders seriösen Journalisten, extrovertierten Ex-Bürgermeister von London und Kurzzeit-Außenminister für die beste Wahl. Sie verzeihen ihrem neuen Premierminister viele seiner Schwächen: die Unwahrheiten, den Narzissmus, die Provokationen und sogar sein zügelloses Privatleben. Johnson ist ihre Antithese zu der verlässlichen, aber spröden Theresa May. Denn er verbindet Humor mit einer Sprache, die das Volk versteht. Das macht ihn in gewisser Weise unangreifbar.

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