Vilimsky: "Wenn Strache mal Kanzler wird, braucht er dafür sicher nicht Rendi-Wagner"

Chat Der Spitzenkandidat der FPÖ für die EU-Wahl, Harald Vilimsky, sprach im „Presse"-Chat über Upload-Filter, eine Verkleinerung der EU und die Unterschiede von Wien und Berlin. Auch verriet er, ob er mit ORF-Moderator Armin Wolf ein Bier trinken würde.

Über den Chatgast:

Zum zweiten Mal führt FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky (*22. Juli 1966, Wien) die Freiheitlichen als Spitzenkandidat in die EU-Wahl - 2014 sprang er als Ersatzmann für Andreas Mölzer ein. Damals holte er 19,7 Prozent (ein Plus von sieben Prozentpunkten). Aktuell strebt er die Reform der Union an - und zwar in einer von ihm mitgebauten breiten Rechtspopulisten-Allianz, in der auch Italiens Innenminister und Lega-Chef Matteo Salvini und Frankreichs Rechts-Außen-Politikerin Marine Le Pen zu finden sind.

Begonnen hat Vilimskys politische Karriere als Pressereferent, schon unter Jörg Haider im Parlamentsklub (1991 bis 1996), danach im Wiener Rathausklub, wo er 2004 bis 2006 auch Landesparteisekretär war. 2006 nahm ihn der nunmehrige Vizekanzler und Parteiobmann Heinz-Christian Strache als Generalsekretär in die Bundespartei mit.

Zuletzt sorgte Vilimsky mit einem Interview im ORF für Aufregung: Moderator Armin Wolf konfrontierte den Freiheitlichen in der „ZiB2“ mit einem Cartoon der steirischen Parteijugend. Darin wird eine einheimische Familie in grüner Tracht als von finsteren Zuwanderern mit langer Nase, Bart und Buckel bedroht dargestellt. Wolf verglich dies mit der Darstellung eines Juden im NS-Kampfblatt "Der Stürmer". Vilimsky nannte das "unterste Schublade", da er seine Partei in die Nähe zum Nationalsozialismus gerückt sah. Und drohte: "Das ist etwas, das nicht ohne Folgen bleiben kann.“ Die Opposition und der Redakteursrat des ORF reagierten empört auf Vilimskys Äußerungen.

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