Wiens "Goldenes H" ist Österreichs teuerste Adresse

Geschäftsmieten: Laut Marktbericht von Otto Immobilien bis zu 600 Euro Monatsmiete pro Quadratmeter.

Wiener Innenstadt
Wiener Innenstadt
Wiener Innenstadt – (c) Die Presse (Clemens Fabry)

Das "Goldene H" in der Wiener City ist Österreichs teuerstes Pflaster für Geschäftsmieten. Laut einem aktuellen Retail-Marktbericht von Otto Immobilien liegen die Spitzenmieten hier bei monatlich rund 600 Euro pro Quadratmeter. Damit sei das Viertel zwischen Kärntner Straße, Stephansplatz, Rotenturmstraße, Graben, Kohlmarkt und Tuchlauben auch weltweit unter den zehn exklusivsten Lagen, heißt es darin.

Die Spitzenmieten werden laut dem Bericht für ausgesuchte Erdgeschoßlagen verlangt. Neben dem "Goldenen H" zählt auch die Wiener Mariahilfer Straße zu den wichtigsten Einkaufsstraßen Österreichs. Die Umgestaltung zur verkehrsberuhigten Zone hatte laut dem Marktbericht - im Gegensatz zu manchen Befürchtungen - sogar einen Anstieg der Passantenfrequenz zur Folge.

Weitere Impulse für die Einkaufsmeile werden nun vom künftigen U-Bahnknotenpunkt U2/U5 im Bereich Kirchengasse, von der Umgestaltung der Leiner-Filiale in ein Luxus-Kaufhaus sowie der Ansiedlung der ersten innerstädtischen IKEA-Filiale beim Westbahnhof erwartet. Die Mariahilfer Straße verfügt über insgesamt 130.000 Quadratmeter Geschäftsfläche - mit Nebenlagen sind es sogar 220.000 Quadratmeter.

Eine der expansivsten Branchen ist laut Otto Immobilien derzeit die Gastronomie. Durch eine markante Steigerung der Expansion setze besonders die Systemgastronomie ein Zeichen, dass noch genügend Marktpotenzial vorhanden sei. Aber auch für neue Bürostandorte in Stadtentwicklungsgebieten gebe es eine große, oftmals unterschätzte Nachfrage, wie betont wurde. Wichtig sei für den Einzelhandel zudem die Verknüpfung von Retail und Entertainment bzw. von Online und stationärem Handel. (APA)

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