Strabag profitiert zu Jahresbeginn von Bauboom

Die Bauleistung hat sich im ersten Quartal im Jahresvergleich um 19 Prozent auf 3,1 Mrd. Euro erhöht.

Strabag konnte im ersten Quartal deutlich zulegen.
Strabag konnte im ersten Quartal deutlich zulegen.
Strabag konnte im ersten Quartal deutlich zulegen. – REUTERS

Österreichs größter Baukonzern Strabag hat heuer im ersten Quartal vom Boom in der Branche und vom sehr guten Bauwetter profitiert. Die Bauleistung kletterte gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 19 Prozent auf 3,1 Mrd. Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Die Erwartungen für das Gesamtjahr wurden nun nach oben geschraubt.

"Nach der deutlichen Leistungssteigerung in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahrs gehen wir nun davon aus, dass die Leistung 2019 die bisher erwarteten 16 Mrd. Euro überschreiten wird", so Konzernchef Thomas Birtel. Die prognostizierte EBIT-Marge von "mindestens 3,3 Prozent" bleibt unverändert.

"Mittelfristig soll sie aber weiter steigen - wir setzen uns das Ziel, bis 2022 ein Niveau von vier Prozent zu erreichen", so die Vorgabe des Vorstandschefs. "Dabei gilt nach wie vor das Prinzip 'Ergebnis vor Leistung', weshalb von einer Seitwärtsbewegung der Leistung ausgegangen wird."

Höherer Auftragsbestand

Für kräftigen Nachschub bei der Arbeit am Bau ist gesorgt: Der Auftragsbestand erhöhte sich heuer in den ersten drei Monaten um weitere zwei Prozent auf 17,9 Mrd. Euro. Zuwächse gab es in Deutschland und Tschechien, in Ungarn und der Slowakei hingegen verringerte sich der Orderbestand, da zahlreiche Großprojekte ausliefen.

In fünf der sechs größten europäischen Märkte - darunter auch Österreich - stieg die Bauleistung zwischen Jänner und März bereits "zweistellig". In der Region "Americas" (Nord- und Südamerika) verdoppelte sie sich, da das derzeit größte Projekt im Bestand - das Tunnelbauprojekt Alto Maipo in Chile - in Abarbeitung war.

An neuen Projekten hinzu kamen heuer in den ersten drei Monaten den Konzernangaben zufolge der Bau eines Abschnitts der tschechischen Autobahn D35, Brückensanierungen auf der deutschen BAB9 bei Allersberg, zwei Bergbauaufträge beim Bergwerk El Teniente in Chile, die Verkehrswegebau- und Ingenieurtiefbauarbeiten der Umfahrung Boll-Sinneringen in der Schweiz, die Sanierung des Südabschnitts der Budapester U-Bahn M3 sowie die Errichtung einer Abwasserpumpstationsanlage in Katar.

Die Strabag baute auch den Mitarbeiterstand deutlich aus - im ersten Quartal 2019 beschäftigte sie im Schnitt weltweit 74.065 Arbeitnehmer, das waren um 2,740 mehr als in der Vorjahresperiode (plus 4 Prozent).

(APA)

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